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Liebe Marktheidenfelder,

im Kreistag Main-Spessart ist die Entscheidung zum Standort des künftigen zentralen Klinikums Main-Spessart gefallen: Das neue Krankenhaus wird auf dem Gelände des Bezirks Unterfranken in Lohr am Main erbaut werden.

Auch wenn es für uns hier schmerzlich ist: Ein Blick auf die Karte des Landkreises zeigt, dass Marktheidenfeld leider nicht „zentral“, sondern am Rand des Landkreises Main-Spessart liegt. Der Weg für Landkreisbürger z.B. aus Gemünden oder dem Sinngrund nach Marktheidenfeld wäre erheblich weiter als die als „Maß“ für die Erreichbarkeit von Krankenhäusern gesetzten 30 Minuten. Und unser Klinikum soll die Versorgung möglichst aller Landkreisbürger gewährleisten.

Wie ich Ihnen versprochen habe, setze ich weiter alles daran, dass für unser Marktheidenfelder Krankenhaus ein Nachnutzungskonzept entsteht, das medizinische Leistungen in bester Qualität anbieten kann. Das gilt für den Ausbau der Geriatrie und ebenfalls der Rehabilitationsbehandlungen, die nach Operationen immer wichtiger werden. Zusammen mit allen Kreisräten aus unserem Einzugsbereich versuchen wir für das Krankenhaus Marktheidenfeld die Notfall-Ambulanz zu erhalten. Wir sind weiterhin im Gespräch mit den niedergelassenen Ärzten in Marktheidenfeld, die Praxisnachfolger suchen und werden alles unternehmen, was einer Kommune erlaubt ist, um in Marktheidenfeld eine vernünftige und qualitativ gute medizinische Versorgung für die Zukunft zu sichern.

Eine positive Veränderung wird für das Kreisseniorenheim möglich. Durch die Verlagerungen der stationären medizinischen Abteilungen können künftig mehr Einzelzimmer und unterschiedliche, neue Wohnformen für Senioren geschaffen werden, was in den bisherigen Räumlichkeiten nicht möglich, aber ganz dringend nötig ist.

Weiterhin große Gefahr für die Alte Mainbrücke

Ein ebenso bitteres Thema ist für uns Marktheidenfelder die Gefahr, die für unsere Alte Mainbrücke unvermindert besteht. Im April hat die Bundesanstalt für Wasserbau die bisherigen Untersuchungen im Stadtrat in öffentlicher Sitzung vorgestellt. Unmissverständlich haben die Behördenvertreter klar gemacht, dass nur noch fünf Brücken über den Main die Anforderungen an die „Sicherheit und Leichtigkeit“ der Schifffahrt auf dem Main nicht erfüllen, darunter, in der Mitte des Maines, die Marktheidenfelder Brücke! Sehr deutlich war zu vernehmen, dass die Pfeiler vor allem den immer größer werdenden Passagierschiffen im Wege stehen.

Im Gegensatz dazu vertrat das Staatliche Bauamt die Meinung, dass die Brücke – die viertälteste am Main –  als denkmalgeschütztes Bauwerk von hoher Bedeutung unversehrt erhalten werden muss.

Der Stadtrat vertritt einhellig die gleiche Meinung: Es muss eine technische Lösung gefunden werden, um die Durchfahrt durch die bestehenden Brückenbogen zu verbessern – und: Noch größere Schiffe kann und darf es auf dem Main nicht geben. Das Frachtaufkommen geht jährlich zurück, so dass dafür keinerlei Notwendigkeit besteht. Statt immer größerer Passagierschiffe kann der Main ganz sicher eine größere Zahl von Flusskreuzfahrtschiffen bisheriger Größe aufnehmen. Dass für die „Leichtigkeit“ von Luxusschifffahrten zwischen dem Schwarzen Meer und Rotterdam der bundesdeutsche Steuerzahler herangezogen wird und dabei auch noch historische Bauwerke zu Schaden kommen, kann wahrlich keine Lösung sein!

Bitte notieren Sie sich dazu folgenden Termin: Die Stadt Marktheidenfeld wird gemeinsam mit dem Historischen Verein und der Initiative „Mainbrücke retten“ am Tag des Offenen Denkmals, dem 11. September 2016 eine Veranstaltung organisieren, die ein deutliches Zeichen für den Erhalt unserer Brücke setzen soll.

Das passende Motto dieses bundesweiten Aktionstages lautet in diesem Jahr:

„Gemeinsam Denkmale erhalten“

Liebe Marktheidenfelder, dazu brauchen wir jede Unterstützung, die nur möglich ist!

Erfreuliches gibt es auch zu berichten:

In der Schmiedsecke hat der Bau unserer neuen Stadtbibliothek begonnen. Ich freue mich sehr über die gelungenen Pläne. Nachdem die Bodenfunde gesichert und dokumentiert wurden, ist inzwischen die Baustelle eingerichtet worden und die Bauarbeiten starten. Die künftige noch bessere Zusammenarbeit zwischen Bücherei, Franck-Haus und Volkshochschule wird so gesichert. Und die Räume von Vhs und Stadtbücherei können bei neuen Aufgaben beider Einrichtungen synergetisch genutzt werden. Das ist auch dringend nötig, denn unsere erfolgreiche Volkshochschule platzt räumlich aus allen Nähten! Schauen Sie bei Gelegenheit einmal im Eingangsbereich der Vhs auf die Nutzung der Räume, wie dort täglich auf dem Monitor zu sehen – Sie werden staunen!

Mit großer Freude haben wir erfahren, dass die Errichtung der Stadtbibliothek an dieser Stelle auch dazu geführt hat, dass wir – bei geplanten Baukosten von 3.8 Mio.  mit 1.8 Mio. € an Zuschüssen aus dem Programm „Soziale Stadt“ rechnen können!

Herzliche Grüße,

Ihre Unterschrift Helga Schmidt-Neder Erste Bürgermeisterin

Aktuelles

Neben dem „Tagesgeschäft“ stehen in den nächsten Wochen und Monaten besondere Aufgaben und Entscheidungen an. Darüber möchte ich Sie informieren und werde Sie auch weiter auf dem Laufenden halten: Eine… Lesen Sie mehr

Mainbrücke retten!

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