Hoch interessant war ein Arbeitsbesuch der FW-Kreistagsfraktion Ende Februar 2015 im Kreiskrankenhaus Wörth an der Donau. Dieses ist das einzig verbliebene kommunale Krankenhaus im Landkreis Regensburg und liegt in jeweils rund 30 km Entfernung von den großen (Uni-)Kliniken in Regensburg und Straubing. Die Klinik (Grund- und Regelversorgung) hat nur rund 120 Betten.

Im Vergleich dazu: Das Klinikum Main-Spessart mit seinen drei Häusern hat in Lohr 200, in Marktheidenfeld 75 und in Karlstadt 65 Krankenhaus-Betten.

Die Kreisklinik Wörth schreibt bis heute „schwarze Zahlen“. Beeindruckend waren die Aussagen des Klinikdirektors, wie das möglich ist:

  • Einbindung aller niedergelassenen Ärzte in die stationäre Patientenversorgung•
  • Gemeinsame ambulante Patientenversorgung
  • In die Klinik integriertes Medizinisches Versorgungszentrum
  • An die Klinik angeschlossenes Facharztzentrum mit Arztpraxen, die als Zweitpraxen zugelassen sind
  • Kooperation mit Kliniken in Straubing und Regensburg
  • Zusammenarbeit mit allen Gesundheitsdienstleistern vor Ort

Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit führt zu einer hohen Einweisung der niedergelassenen Ärzte in das Krankenhaus Wörth und vor allem zu einer hohen Zufriedenheit der Patienten. Die Zunahme von mehr als 40% in den vergangenen Jahren sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Behandlung spricht für sich.

Die gegenseitige Wertschätzung von Ärzten und Pflegepersonal wird auch erkennbar in der Tatsache, dass über Personal-Einstellungen von einem Gremium aus Klinikleitung, Ärztlichem Direktor, Pflegedienstleitung und drei Hausärzten aus der Region entschieden wird und die Bestätigung durch das politische Gremium Kreistag nur noch Formsache ist.

Auf meine Frage an den Klinikdirektor, ob ein Klinikum auch mit drei Standorten erfolgreich arbeiten könne, antwortete dieser mit einem JA, „wenn Ausrichtung, Schwerpunkte und Führung passen“.

Liebe Mitbürger,

ich setze mich dafür ein, dass wir eine solche Zusammenarbeit mit allen niedergelassenen Ärzten aktiv anstreben. Nur mit ihnen und den Ärzten des Klinikums gemeinsam können wir eine zukunftsorientierte Ausrichtung mit den richtigen Schwerpunkten für unser Klinikum Main-Spessart erarbeiten.

Zu allererst dient diese Zusammenarbeit dem Wohl der Patienten. Sie dient aber ebenfalls den niedergelassenen Ärzten und ihren potentiellen Praxis-Nachfolgern – und sie dient dem dauerhaften Erhalt unserer medizinisch hervorragenden und ortsnahen Krankenhäuser!

Zusammenarbeit schafft gegenseitiges Verständnis und Vertrauen. Das brauchen wir in allen Bereichen, zuvorderst aber dort, wo kranke Menschen Hilfe brauchen!

 

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