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Guten Abend, liebe Marktheidenfelder!

Herzlich willkommen zur Bürgerversammlung 2014! Ich hoffe, dass Sie alle das neue Jahr gut begonnen haben und wünsche Ihnen und Ihren Familien Gesundheit, Freude und Glück!

Ich begrüße herzlich die Kolleginnen und Kollegen des Stadtrats und von der Stadtverwaltung Frau Albert, Frau Schmidmeier und die Herren Matschiner, Brand, Pilsl, Kirchner, Haberstumpf und Michalke.

Sehr geehrte Damen und Herren! 

Wie gewohnt, konnten Sie sich an den Informationstafeln mit den wichtigen Themen im Stadtgeschehen vertraut machen und vielleicht haben Sie schon einen Blick in den Haushaltsflyer und in die neue Broschüre – Jahresrückblick 2013 – geworfen.

Zuerst einige Informationen aus der Statistik:

Im vergangenen Jahr gab es

22 Sitzungen des Stadtrats

18 Sitzungen des Bauausschusses

20 Sitzungen der weiteren Ausschüsse

Dazu kamen viele Sitzungen, die die Bürgerbeteiligung in unserer Stadt zeigen:

17 Sitzungen der Beiräte

und 22 Sitzungen der Projektgruppen Mainufergestaltung und Energiebewusstes Marktheidenfeld.

Zwei Bürgerversammlungen fanden statt, in Marktheidenfeld im Januar und in Marienbrunn im September.

72 Geburten und 175 Sterbefälle verzeichnete unser Standesamt im letzten Jahr. Das Einwohnermeldeamt registrierte 586 Wegzüge und 770 Zuzüge, 92 Ehen und
1 Lebenspartnerschaft wurden in Marktheidenfeld geschlossen. Dazu ist allerdings zu sagen, dass sich fast die Hälfte der Paare wegen unseres schönen Franck-Hauses hier trauen lässt, aber nicht hier wohnt.

Zum 31.12.2013 hatte Marktheidenfeld 11.529 Einwohner – und damit 64 mehr als im Vorjahr. (Als Hauptwohnsitz sogar 85 neue Anmeldungen!)

Darüber freuen wir uns und dafür arbeiten wir auch!

Alle Neubürger lade ich herzlich für Samstag, 25. Januar, zum traditionellen Neubürger-Stadtrundgang ein, Treffpunkt 15 Uhr am Fischerbrunnen/Marktplatz.

Nun zu den wesentlichen Zahlen des Haushalts der Stadt Marktheidenfeld. Die wichtigste Nachricht: Auch im Haushalt 2014, den wir im Dezember einstimmig verabschiedet haben, gibt es – wie seit 2010keine Kreditaufnahme. 

Der Schuldenstand der Stadt beträgt aktuell 8,5 Mio. €

Nicht enthalten sind hier die Schulden des Eigenbetriebs Wasserwerks mit

3,264 Mio. €

Die Rücklagen der Stadt betragen ca.10 Millionen €.

Die Prokopf-Verschuldung wurde bezogen auf 2012 um 206,49 € reduziert und geplant für 2014 mit 631,97 € eingestellt.

Damit liegt sie inzwischen nur noch knapp über dem Landesdurchschnitt von ca. 620,00 €.

Unsere wichtigsten Einnahmen 2014 sind geplant mit

9.350.000 € Gewerbesteuer

6.400.000 € Anteil an der Einkommensteuer

1.696.500 € aus Grundsteuer A und B

Die größten Posten bei den Ausgaben sind

Die Personalkosten mit 7.031.130 €

Die Kreisumlage mit 5.991.900 €

Und die kalkulatorischen Kosten mit 5.150.470 €

Und damit komme ich zu den besonderen Ereignissen und Arbeitsergebnissen des Jahres 2013.

Deutlich sichtbar wurden im letzten Jahr die Ergebnisse vieler Bürger, die in Beiräten und Projektgruppen arbeiten: Jugendbeirat, Seniorenbeirat und die Projektgruppe Mainufergestaltung waren die Akteure, die den neuen Mehrgenerationenspielplatz angeregt und mit geplant haben. Im Sommer 2013 konnten wir diesen neuen Begegnungsplatz einweihen – und er ist ein großer Erfolg, auf den alle Beteiligten stolz sein können!

Verabschiedet haben wir das Rahmenkonzept für die Mainufergestaltung. Eine Bootsanlegestelle als ersten Schritt zur Umsetzung der Planungen wurde mit dem Haushalt 2014 beschlossen.

Die Projektgruppe Energiebewusstes Marktheidenfeld hat einen großen Beitrag dazu geleistet, dass wir 2013 ein integriertes Klimaschutzkonzept für Marktheidenfeld auf den Weg bringen konnten. Und mit dem 1. Marktheidenfelder Energietag wurde ein deutliches Zeichen gesetzt, dass hier den Worten auch Taten folgen.

Das zeigt sich auch im Stadtbild: LED-Leuchten in der Blumen- und Kreuzbergstr. und ebenfalls für die Ortsdurchfahrt Marienbrunn vorgesehen.

Deutlich sichtbar sind auch große Baumaßnahmen in unserer Stadt: Wohnen in der Innenstadt ist begehrt – ganz erhebliche Investitionen werden gerade von privaten Bauherren vorgenommen in der Untertorstraße, in der Luitpoldstraße, der Karbacher Straße, demnächst in der Brückenstraße und auch in der Baumhofstraße. Das zeigt zum einen, wie begehrt Marktheidenfeld als Wohnort ist, zum anderen aber auch, dass die zeitgemäße Fortsetzung der Altstadtsanierung wichtig ist – vor allem unter dem Aspekt seniorenfreundliches Wohnen bzw. anderes Wohnen im Alter, aber auch für Familien – dazu später mehr.

Neubürger – sie kommen v.a. auch durch internationale Firmen zu uns – sind herzlich willkommen!

Auch diese Bürgerversammlung nehme ich gern zum Anlass, um die Firma Cummins und ihre Mitarbeiter in unserer Stadt zu begrüßen. Über rund 500 künftige neue Arbeits- und Ausbildungsplätze dürfen wir uns freuen.

Betonen will ich erneut, dass wir in Stadtrat und Stadtverwaltung sehr zielbewusst daran arbeiten, die guten Grundlagen zur Ansiedlung und Erweiterung von Betrieben hier zu erhalten und zu verbessern. Dazu gehört natürlich der Erwerb und das Vorhalten von Gewerbeflächen, entsprechende Gespräche dazu sind in der Stadtverwaltung selbstverständlich!

Aber genauso wichtig sind die Einrichtungen im Verantwortungsbereich des Landkreises, deren Erhalt und Weiterentwicklung für Marktheidenfeld absolut notwendig sind: Realschule und Gymnasium, Fachoberschule und Berufsoberschule, Alten- und Krankenpflegeschule und unser Krankenhaus in Marktheidenfeld! Wir lassen uns – und damit meine ich ALLE Kreistagskollegen aus Stadt und Umland – nicht der Kirchturmpolitik bezichtigen, wenn es um den Erhalt unserer Infrastruktur geht! Ich habe keinerlei Verständnis für Neid; vielmehr sollte man neben der Erledigung der eigenen Hausaufgaben froh und glücklich über die Erfolge der Stadt Marktheidenfeld sein, an denen über die Kreisumlage der gesamte Landkreis profitiert!

Gute Betreuungs-, Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote sind auch erhebliche Faktoren für die Ansiedlung und Erweiterung von Betrieben und sicher mit ein Grund für die gestiegene Einwohnerzahl.

Wir sehen uns als Stadt in der Pflicht unseren Beitrag zu leisten zu familienunterstützenden Maßnahmen vom Kleinkind bis zum Senior. Auch im vergangenen Jahr haben wir unser Kindergartenkonzept weiter entwickelt. In den Einrichtungen Baumhofstr. und Edith Stein-Str. sind für die Betreuung unserer ganz Kleinen bereits Kinderkrippen eingerichtet, eine davon in Kooperation mit der Firma Warema. Die Kita-Altfeld wird 2014 ebenfalls um eine Krippengruppe erweitert, denn bei den regelmäßig geführten Gesprächen mit Verantwortlichen der Firmen, wurde auch hier der Wunsch einer Kooperation geäußert.

Die Neukonzeption Jugendhaus/Städt. Jugendarbeit ist in Arbeit. Unsere neue Jugendpflegerin hat sich ganz hervorragend eingearbeitet, ist sehr engagiert und setzt gemeinsam mit dem Leiter des Jugendhauses neue Akzente. Eine Umbruchsituation gibt es natürlicherweise in diesem Bereich alle paar Jahre. Marktheidenfeld unterstützt seit 1994 aktiv und erfolgreich Jugendarbeit.

Die Notwendigkeit und ihre wichtige Aufgabe, die Vernetzung mit Jugendbeirat, Schulen und Vereinen zu fördern, sind inzwischen unumstritten.

Die Koordination Schulsozialarbeit+Jugendzentrum ist durch Schaffung einer gemeinsamen Stelle verbessert worden.

Eine Sozialpädagogin leistet 12 Wochen-Stunden an der Grundschule und 24 Stunden im Jugendhaus und stellt damit die bestmögliche Zusammenarbeit sicher.

Grundschule: Seit dem Schuljahr 2013/14 gibt es den ersten Ganztagszug – der erste an einer Grundschule in Main-Spessart. Dafür und für Mittagsbetreuung und Inklusion wurde neues Gebäude gebaut – und mit Dank an alle Beteiligten möchte ich betonen: in Rekordbauzeit pünktlich zum Schuljahresbeginn fertiggestellt und unter Einhaltung der geplanten Kosten!

Stadtbücherei: Die Stadtbücherei Marktheidenfeld erfüllt eine zentrale Aufgabe im Kultur- und Bildungswesen. Ca.25.000 Medien stehen zur Verfügung. Das Angebot wird bedarfsorientiert und professionell gepflegt. Im bundesweiten Bibliotheksvergleich BIX ist es der Stadtbücherei zum wiederholten Mal gelungen, TOP-Ergebnisse zu erzielen. Dieses erfolgreiche Abschneiden verdankt die

Stadtbücherei unter anderem dem Medienangebot, den vielfältigen Veranstaltungen, der neu eingeführten Software sowie der Steigerung der Fortbildungsquote. Seit dem 1. Juli 2013 bietet sie auch eBooks an und ist dabei im Verbund mit sieben weiteren unterfränkischen Bibliotheken (emu –eMedien Unterfranken).

Darüber hinaus hat die Stadtbücherei 2013 34 Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene durchgeführt, die von über 1000 Gästen besucht wurden. Um diesen Standard zu halten bzw. auszubauen braucht die Bücherei ein neues Gebäude. Über die verschiedenen Standorte für eine neue Bücherei wurde im Stadtrat und in der Öffentlichkeit lange Zeit ausführlich diskutiert und abschließend im März 2013 eine Standortentscheidung zugunsten der Schmiedsecke getroffen. Die Realisierung dieses Projekts mit veranschlagten Kosten in Höhe von ca. 3 Mio. Euro wird mittelfristig erfolgen. Die Planungskosten dafür sind in den Haushalt 2014 eingestellt.

Städtisches Musikinstitut: Im Musikschuljahr 2012/2013 wurden im städtischen Musikinstitut 112 Schüler (davon 66 aus Marktheidenfeld und 46 Schüler aus Umlandgemeinden) von 8 Lehrkräften für verschiedene Instrumente in insgesamt 76 Wochenstunden unterrichtet. Daneben erhielten 22 Schüler im Akkordeon-Orchester Gruppenunterricht.

Für Kinder ab vier Jahren gibt es die Gruppe der „Musikalischen Früherziehung“, in der die Kinder spielerisch und mit Freude zur Musik geführt werden.

Kultur im Franck-Haus: Im Jahr 2013 wurden 12 Ausstellungen präsentiert und zogen rund 16.000 Besucher ins Haus.

Anlässlich des Jubiläums „15 Jahre Kulturzentrum Franck-Haus“ wurde ein sehr schöner und informativer Kindermuseumsführer herausgegeben, den Valentina Harth gestaltet hat. Das Jubiläum selbst wurde an einem Wochenende im Juli mit einem Konzert und einer Theatermatinee begangen.

Zum fünften Mal hat die Stadt Marktheidenfeld den Bilderbuchillustrationspreis „Der Meefisch“ vergeben und damit das beste noch unveröffentlichte Bilderbuchprojekt im deutschsprachigen Raum mit 2000 Euro prämiert – und wurde im Würzburger Kinder- und Jugendbuchverlag Arena veröffentlicht.

Die Preisvergabe erfolgte im Dezember 2013 im Franck-Haus zum dritten Mal in Kooperation mit dem Arena Verlag.

Gewonnen hat Katrin Oertel aus Münster mit ihrem Projekt „Wenn Katzen ratzen“.

Der mit 500 Euro dotierte „Publikumspreis“ ging an Julia Reyelt aus Glückstadt. Zur Preisverleihung war auch die Meefisch-Preisträgerin 2011 Anna Marshall gekommen. Für sie war der Gewinn des „Meefisch“ nach eigenen Worten der Türöffner für eine erfolgreiche Karriere als Kinderbuchillustratorin.

Kulturelle Veranstaltungen:

Das ganze Jahr über haben zahlreiche kulturelle Veranstaltungen stattgefunden, organisiert und veranstaltet von den verschiedensten Vereinen und Organisationen.

Allein in der VHS gab es neben der klassischen Bildungsarbeit in Kursen und Seminaren über 100 Einzelveranstaltungen wie Vorträge, Konzerte, Lesungen, Studienfahrten oder Studienreisen mit 3.550 Teilnehmern.

Die Abteilung Stadtmarketing, Tourismus, Kultur hat zahlreiche kulturelle Veranstaltungen (mit-)organsiert, begleitet oder durchgeführt. So wurde beispielsweise im Juli die Veranstaltung MainLeseGarten im Stadtgärtchen am Mainkai aus dem Vorjahr fortgesetzt. Während der Laurenzi-Messe lief die Ausstellung „Darüber lacht Marktheidenfeld“ mit Karikaturen aus 10 Jahren von Valentina Harth. Im September wurde zum Tag des Offenen Denkmals eine Führung im Franck-Haus organisiert, die vom Historischen Verein durchgeführt wurde.

Im November fand zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht eine zentrale Gedenkveranstaltung in der ehemaligen Synagoge in Urspringen statt, an der insbesondere Schüler aus verschiedenen Schulen Marktheidenfelds teilgenommen haben.

Bürgerkulturstiftung: Zum zweiten Mal organisierte die Vorstandschaft der BKS das Parodistenfestival und der „Marktheidenfelder Stern“ für den besten Parodie-Vortrag wurde vergeben. Um die kulturelle Förderung sicherzustellen, hat die Stadt Marktheidenfeld im Jahr 2000 eine Bürgerkulturstiftung gegründet.

Bisher sind 294.756,05 Euro (Stand: 15. November 2013) an Stiftungen und Zustiftungen eingegangen. Veranstaltungen wie das Parodistenfestival wären ohne die Bürgerkulturstiftung nicht denkbar.

Städtepartnerschaftskomitee: hat auch 2013 wieder eine Vielzahl von Veranstaltungen (mit-)organisiert. Neben verschiedenen deutsch-französisch-polnischen Schüleraustauschprogrammen fanden auch Treffen von Gruppen, Vereinen und Privatpersonen in allen drei Ländern statt. Das Komitee und Freunde aus Montfort und Pobiedziska haben beispielsweise das Comenius-Projekt „Brücken“, den Tag der Partnergemeinden beim Bezirk Unterfranken, den WAREMA-Lauf oder den Weihnachtsmarkt bereichert. Die Teilnahme am trinationalen Jugendprojekt „Widerstand im Dritten Reich“ in Kreisau ermöglichte das Engagement von Erich Perchermeier vom Bund Naturschutz. Der Höhepunkt des Jahres 2013 war die Bürgerfahrt nach Montfort und die Unterzeichnung der Städtepartnerschaftsurkunde zwischen Montfort und Pobiedziska in Frankreich. An der Bürgerfahrt haben über 50 Personen teilgenommen. Die Gegenunterzeichnung hat letzte Woche in Pobiedziska stattgefunden.

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Weitere Stadtentwicklung: 

Der Erwerb von Wohneigentum für möglichst viele Mitbürger hat traditionell einen hohen Stellenwert in Marktheidenfeld. Durch ihre zukunftsweisende Baulandpolitik hat die Stadt seit 1948 in erheblichem Maß dazu beigetragen und wird das weiter tun! Der Erwerb eines großen Geländes an der Eichholzstraße im vergangenen Jahr ermöglicht uns, ein beispielhaftes Wohnbauprojekt zu initiieren und dazu auch Partner zu suchen.

Auch die Erstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts, das Kurzwort lautet ISEK, ist für die Weiterentwicklung unserer Stadt sehr wichtig. Den Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ als Nachfolgeförderprogramm des Altstadtsanierungsprogramms haben wir bereits bei der Regierung von Unterfranken gestellt.

Für die Stärkung und Zukunftssicherung der Stadtteile wollen wir mit dem Amt für ländliche Entwicklung ein Gemeindeentwicklungskonzept, kurz GEK, und für die kommunale Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden ein Integriertes ländliches Entwicklungskonzept, abgekürzt ILEK, auf den Weg bringen. Die Mittel für diese Maßnahmen sind in den Haushalt 2014 eingestellt.

Auch heute will ich wieder – wie bei jeder Gelegenheit – dafür werben, dass sich möglichst viele Bürger beteiligen, denn nur miteinander können wir die Ziele erreichen!

Als Beispiel, wie ein gemeinsames Ziel und die faire Zusammenarbeit zum Erfolg führt, will ich hier nennen: Der „Freiwillige Waldtausch“, über den vielerorts gerade diskutiert wird, läuft in Marktheidenfeld seit 10 Jahren! 380 Eigentümer mit 2.150 kleinen und kleinsten Waldgrundstücken in den Gemarkungen Altfeld, Glasofen, Michelrieth und Oberwittbach haben das Verfahren gemeinsam mit dem Amt für ländliche Entwicklung – in Person des Forstsachverständigen Paul Gerlach – und mit unserem städtischen Revierleiter Thomas Vogel durchgeführt. Für Oberwittbach, Michelrieth und Altfeld konnte das Verfahren bereits abgeschlossen werden.

Unterstützung der Einkaufsstadt Marktheidenfeld: Das Referat Stadtmarketing, Tourismus und Kultur, in Person von Frau Inge Albert, hat mit Engagement und erheblichem Zeitaufwand zum Projekt „lebendige Innenstadt“ beigetragen durch gemeinsame Veranstaltungen wie „Sommer in der Stadt“, „Herbststurm“, „Lichterglanz“ und „MainVital“ sowie die Herausgabe von zwei Ausgaben der Wirtezeitung. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war hervorragend. Zeitintensiv, aber auch erfolgreich waren die vielen Anstrengungen zur Belegung bisher leerstehender Geschäfte.

Die Aufenthaltsqualität in der Stadt wurde durch weitere Bänke und vermehrten

Blumenschmuck gesteigert. Und Sie können sicher sein, es werden weitere Verbesserungen und Attraktivierungen kommen.

Das beste Zeichen und die beste Voraussetzung für eine lebendige Innenstadt aber sind, dass Menschen hier wohnen wollen – und das zeigen die schon vorher erwähnten Baumaßnahmen!

Dass sich am Nordring ein Hagebau-Markt ansiedeln möchte, haben Sie sicher schon gehört/gelesen. Der Stadtrat wird darüber erst beraten und entscheiden, wenn ein Einzelhandelsgutachten und ein Verkehrsgutachten vorliegen. Für die Ansiedlung gibt es sicher Argumente, die dafür sprechen, aber – vor allem was das innenstadtrelevante Sortiment betrifft – auch viele dagegen. Aufgabe des Gremiums ist es, nach der Abwägung des Für und Wider, und das wird sicher nicht leicht werden, eine Entscheidung für die positive Gesamtentwicklung der Einkaufsstadt Marktheidenfeld zu treffen.

Erhalt und Verbesserung der Infrastruktur:

Bevor wir es als selbstverständlich ansehen: Das Wonnemar hat seinen

1. Geburtstag gefeiert! Erfolg und Lob – aber auch Kritik, gerade am Freibad war berechtigt. Wir haben die Zusage des Betreibers, dass die nächste Freibad-Saison ganz sicher besser starten wird.

Was lange währt, wird hoffentlich bis 2016 gut: Die Telekom hat zugesagt, bis dahin die schnellen DSL-Zugänge endlich zu schalten. Dass das als „Geschenk“ dargestellt wird, ertragen wir nur, wenn es so schnell wie möglich geliefert wird!

Straßenbau: 

Aktuell in Altfeld: weitere Erschließung des Gewerbegebietes Schlossfeld und Bau einer Löschwasserzisterne. Ein Kreisverkehr, den aber die Firma Cummins finanziert, wird dort 2014 gebaut.

Gemeinsam mit Landkreis wird endlich die Ortsdurchfahrt Marienbrunn ausgebaut.

Die nächsten Straßen auf der Prioritätenliste der Stadt sind die Eichholzstraße und Hofgasse. Beim Ausbau der Hofgasse werden wir auf die Erfahrung des fußgängerfreundlichen Plattenbelags der Kirchgasse zurückgreifen.

Zur Infrastruktur gehören ordentliche Bedingungen für die freiwilligen Feuerwehren in Marktheidenfeld. Die mit allen einstimmig beschlossene Feuerwehr-Agenda 2020 wird fortgeführt:

Wie geplant wird 2014 in Marienbrunn das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut.

Die Planung für Altfeld ist ebenfalls beschlossen, der Baubeginn wird auf 2014 vorgezogen. Für das Feuerwehrhaus Marktheidenfeld ist der Planungsauftrag für die Leistungsphasen 1+2 vergeben. Hier ist eine Beschleunigung nicht möglich, da wir gesetzlich zur europaweiten Ausschreibung verpflichtet sind.

Eine Großbaustelle für zwei bis drei Jahre wird ganz sicher die Alte Mainbrücke, vermutlich ab 2016. Im September 2012 wurde durch das Staatliche Bauamt eine Planung vorgestellt, die den kompletten Erhalt der Brücke vorsieht, jedoch müssen alle Pfeiler schiffstoßsicher (aufprallsicher!) gemacht werden. Deshalb wird die Brücke Pfeiler für Pfeiler in ihrer Standfestigkeit erneuert und ein Brückenbogen nach dem anderen saniert. Weil in dieser Zeit die Statik der Brücke nicht gewährleistet sein kann, muss ganz sicher die Brücke während der kompletten Bauzeit von ca. 3 Jahren gesperrt werden.

Die Pläne, die uns zu unserem Erstaunen und Entsetzen Anfang Dezember 2013 ebenfalls vom Staatlichen Bauamt präsentiert wurden, sehen die Entfernung des mittleren Brückenpfeilers vor. Das Wasser- und Schifffahrtsamt, das die Sanierung der Brücke mitfinanzieren muss, wünscht dies.

Wie wir erst nach dieser Präsentation erfahren haben, ist das Problem vor allem die Bauzeit, während der es natürlich große Schwierigkeiten bei der Regelung des Schiffsverkehrs gibt. Schwierigkeiten während der Bauzeit haben aber auch wir – und wir müssen sie auch lösen: Anbindung Bahnhofsgebiet, Verkehrsregelungen, Laurenzi-Messe, usw.

Liebe Marktheidenfelder!

Geschlossen stehen Stadtrat und Bürgerschaft zum Erhalt unserer Brücke in ihrem jetzigen Erscheinungsbild! Wie auch immer die Sanierung und die Bauzeit verlaufen– nach dem Ende der Baumaßnahmen MUSS unsere Brücke genau so aussehen wie heute! Sie steht unter Denkmalschutz, sie ist Gegenstand unseres Wappens, sie ist unser Wahrzeichen! Und sie verbindet uns mit unserem Umland, wo man das ganz genau so sieht.

Ich bin sicher, wir werden gemeinsam den Erhalt unserer schönen alten Mainbrücke durchsetzen!

Am 29. Januar 1846 wurde sie für den Verkehr freigeben, also vor 168 Jahren. Diesen Termin nehmen wir zum Anlass, um gemeinsam mit dem Historischen Verein Marktheidenfeld und Umgebung und dem Aktionskreis „Mainbrücke retten“ den

168. Geburtstag unserer alten Mainbrücke zu feiern.

Notieren Sie sich den Termin Mittwoch 29. Januar 17 Uhr und feiern Sie mit!

Liebe Marktheidenfelder,

wir haben hier in Marktheidenfeld Grund zur Dankbarkeit und ich bin sicher, dass die meisten Bürger unserem Motto „Marktheidenfeld- da geht´s dir gut!“ zustimmen können.

Ich danke allen Mitbürgern,

die sich ehrenamtlich bei den Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk und den Rettungsorganisationen engagieren und enormen Einsatz leisten,

die als Arbeitnehmer und Arbeitgeber über ihren Arbeitseinsatz und

betrieblichen Leistungen hinaus auch soziale Verantwortung übernehmen,

die in Beiräten und Projektgruppen, in Vereinen, Initiativen und in den Kirchen ehrenamtlich mitwirken, für ihre Mitmenschen da sind und Solidarität leben.

Besonders benennen möchte ich in diesem Jahr die Gruppe, die den Menschen, die

derzeit in Zimmern als Asylsuchende leben, auf vielfältige Weise hilft, in einer für sie

völlig fremden Welt besser zurecht zu kommen.

Ich danke herzlich allen, die in der Familienarbeit und Nachbarschaftshilfe meistens „unsichtbar“ ihren unverzichtbaren Einsatz für unser Gemeinwohl leisten,

allen Mitarbeitern der Stadt und meinen Kollegen und Kolleginnen im Stadtrat, die ehrenamtlich im vergangenen Jahr wieder ein unglaubliches Arbeitspensum bewältigt haben.

Und Ihnen allen: Danke für Ihr Interesse

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