Mit einer einstimmigen Resolution hatte der Stadtrat von Marktheidenfeld sich an den Kreistag Main-Spessart gewandt und sich für Erhalt der bisherigen Versorgungsleistungen im Krankenhaus Marktheidenfeld sowie für die Weiterentwicklung des Hauses als Zentrum für Altersmedizin ausgesprochen. Hier ein Auszug aus unserer Argumentation:

 

Die Gebäude des Klinikums sind mit hohem Kostenaufwand generalsaniert bzw. neu gebaut. Auf dem Areal des Gesundheitsparks Marktheidenfeld bestehen bei Bedarf jederzeit Erweiterungsmöglichkeiten. Das Krankenhaus in Marktheidenfeld ist gut aufgestellt, schreibt ordentliche wirtschaftliche Zahlen, ist erfreulich ausgelastet und genießt einen guten Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus. 

Die bestehenden Einrichtungen der Altersmedizin sollten ergänzt werden durch einen Bereich zur Behandlung von Demenzpatienten. In Marktheidenfeld und den Nachbargemeinden gibt es ein überdurchschnittlich großes Angebot an Wohnplätzen in Alten- und Pflegeeinrichtungen. Die in Marktheidenfeld angesiedelten Fachschulen für Krankenpflege, Altenpflege sowie Altenpflegehilfe stellen eine ideale Ergänzung des medizinischen und pflegerischen Angebotes dar.

Neben der Fortentwicklung des Standortes Marktheidenfeld im Bereich der Altersmedizin und Geriatrie ist der Erhalt einer Klinik, die die Patienten bis zur evtl. höherwertigen Weiterbehandlung in einer anderen Klinik kompetent 24 Stunden am Tag aufnehmen und versorgen kann, unbedingt erforderlich. Auch wegen der zahlreichen Betriebe in und um Marktheidenfeld mit einer Vielzahl von Arbeitsplätzen und damit der Gefahr von Arbeitsunfällen sowie wegen der Nähe zur Autobahn A3 ist eine Erstaufnahmemöglichkeit und Notfallversorgung am Standort Marktheidenfeld sicherzustellen.

 

 

Für Marktheidenfeld war der 12. Oktober 2012 ein guter Tag: Mehrheitlich hat der Kreistag Main-Spessart den Beschluss gefasst: 

 

Der Gesundheitspark Marktheidenfeld bleibt in der bisherigen Form zur medizinischen Grund- und Regel- sowie Notfallversorgung erhalten. Die bestehenden Fachbereiche sind weiterzuführen und möglichst auszubauen sowie durch geeignete weitere medizinische Fachbereiche zu ergänzen. Der Gesundheitspark Marktheidenfeld wird zum Zentrum für Altersmedizin weiter entwickelt.

 

 

Die weiteren Beschlüsse zum Klinikum Main-Spessart lauten:

 

Das Gesundheitszentrum Lohr wird Zentrum für Akutmedizin und um die Fachbereiche Gynäkologie und Kardiologie ergänzt.

 

Das Gesundheitsportal Karlstadt wird als Belegkrankenhaus und Portalklinik weiterentwickelt.

 

 

Liebe Mitbürger,

 

trotz dieses für unsere Stadt sehr erfreulichen Beschlusses bedeutet dieser keine „Entwarnung“. Auf Dauer erhalten werden wir unsere ortsnahe Krankenhausversorgung nur dann, wenn die Bürger auch in „ihr Krankenhaus“ zur Behandlung gehen, wenn die niedergelassenen Ärzte in die Main-Spessart-Häuser einweisen – und vor allem für das Haus Karlstadt: wenn die dortigen Belegärzte ihre Versprechungen einlösen.

 

Für die Klinikleitung bedeutet dieser Beschluss einen deutlichen Auftrag, dass es beim Management der Kliniken nicht NUR um Kostenrechnung gehen kann. Vordringlich ist die Zusammenarbeit der Häuser untereinander (das schließt die Senioreneinrichtungen ein!),  die fortdauernde Kommunikation mit den Ärzten und dem Pflegepersonal zur Optimierung des Angebots, die Umsetzung von bereits erkanntem Einsparungspotential und die zügige Durchführung von bereits beschlossenen Maßnahmen wie z.B. der dringende Umzug der Alten- und Krankenpflegeschule.

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