Infrastruktur & Umwelt

Der nachhaltige Umgang mit unseren Ressourcen und das achtsame Miteinander gehören zu meinen grundlegenden Überzeugungen. Gegenseitige Information, Respekt und Aufrichtigkeit führen zu vertrauensvollem Miteinander. Das ist die Voraussetzung für gemeinsame Erfolge, von denen unsere ganze Stadt profitiert. Dass Ökologie und Ökonomie auch für viele Verantwortliche in den Wirtschaftsunternehmen untrennbar zusammen gehören, habe ich bei vielen Gesprächen erfahren. Zudem: Produkte, die dem Umweltschutz dienen, werden zunehmend auch in Marktheidenfelder Firmen entwickelt und hergestellt.

Nachhaltigkeit bedeutet für mich auch: vorhandene Einrichtungen nutzen und zur Zusammenarbeit führen, Sanierung vor Neubau, neues Bauen vor allem im Bestand,  Umnutzung von Flächen statt Ausweisung neuer Baugebiete „auf der grünen Wiese“.

Das geplante Energiekonzept für Marktheidenfeld zu entwickeln – und auch das gemeinsam mit einer Projektgruppe von engagierten Bürgern – ist eine große Herausforderung, der ich mich sehr gern stellen will!

Notwendig durchzuführende Investitionen wie Feuerwehragenda 2020 umsetzen

In der gemeinsam zwischen Stadt und allen Feuerwehren in Marktheidenfeld und seinen Stadtteilen entwickelten und einstimmig verabschiedeten Agenda 2020 für die Zukunftsentwicklung der Freiwilligen Feuerwehr sind sinnvolle Standorte für benötigte Fahrzeuge, dringend notwendige Neubeschaffungen und unumgängliche Baumaßnahmen für die Feuerwehrhäuser mit entsprechender Prioritätensetzung festgelegt worden. Wir stehen für die planmäßige Umsetzung dieser Agenda, d.h. Bau des Feuerwehrgerätehauses Marienbrunn im Jahr 2014, Vorziehen des Baubeginns in Altfeld ebenfalls auf das Jahr 2014 und den planmäßigen Neubau in Marktheidenfeld ab 2015. Hier ist ein früherer Beginn durch die gesetzlich vorgeschriebene europaweite Ausschreibung zu einem früheren Zeitpunkt nicht möglich.

Verkehrsleitkonzept entwickeln (Sanierung alte Mainbrücke)

Die umfassende Sanierung der alten Mainbrücke ist notwendig. Es ist bekannt, dass es unumgänglich ist, die gesamte Brücke für die Dauer dieser Maßnahmen für den Verkehr zu sperren. Wir sind überzeugt, dass es notwendig ist, für diesen Zeitraum und die Veränderungen danach ein Verkehrskonzept zu entwickeln, das die sich veränderten Verkehrsströme vorausschauend  und möglichst reibungslos lenkt. Dazu soll ein Planungsauftrag erteilt werden.

Bedarfsgerechte Anbindung der Stadtteile an den ÖPNV

Die in mehr als 10 Jahren gemachten Erfahrungen mit dem Stadtbus und die bisherige Nutzung des ÖPNV macht deutlich, dass es wirtschaftlich nicht verantwortbar ist, die Stadtbuslinie bis in die Stadtteile fortzusetzen. Es muss aber auch für Mitbürger in den Stadtteilen, die nicht über Führerschein und Fahrzeug verfügen oder aber aus Vernunftgründen ihren Führerschein freiwillig zurückgeben, eine Möglichkeit geben, nach Marktheidenfeld zu gelangen. Sie müssen weiter am öffentlichen Leben teilnehmen können, auch in den Abendstunden.

Vorstellen könnten wir uns die Bildung einer Gruppe von Freiwilligen in jedem Stadtteil, die ehrenamtlich ein von einer Stadtteilgemeinschaft verwaltetes Fahrzeug fahren und ihre Mitbürger zum ZOB nach Marktheidenfeld bringen bzw. von dort abholen. Ein entsprechendes Fahrzeug würde unter den genannten Bedingungen die Stadt Marktheidenfeld finanzieren, ebenso wäre sie behilflich bei der Gründung von entsprechenden Vereinen.

Dieses und/oder ähnliche Modelle sollen auch im Rahmen des ILEK-Programmes zur Zukunftsentwicklung der Stadtteile untersucht und möglicherweise bezuschusst werden.

Förderprogramme zur Vitalisierung der Stadtteile nutzen

Im Haushalt 2014 wurden Finanzmittel für ein Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) eingestellt. Dieses und weitere Förderprogramme sollen in vollem Umfang für die Zukunftsentwicklung unserer Stadtteile eingesetzt werden. Voraussetzung für das Gelingen ist die große Beteiligung aller Bürger der Stadtteile.

Wir werden uns in allen Stadtteilen aktiv an der Ideenfindung und der Suche nach den besten Möglichkeiten zur Umsetzung und Finanzierung beteiligen. Dazu gehört natürlich auch eine erheblich bessere Anbindung an den ÖPNV – s. auch „Bedarfsgerechte Anbindung der Stadtteile“.

Umsetzung des Energiekonzeptes und Fortsetzung des Bürgerprojektes “Energiebewusstes Marktheidenfeld”

Die Projektgruppe „Energiebewusstes Marktheidenfeld“ hat uns mit ihrer Zuarbeit auf diesem Gebiet einen großen Schritt voran gebracht: Ein Energiekonzept für die ganze Stadt wurde verabschiedet, konkrete Maßnahmen, die schrittweise verwirklicht werden können, wurden vorgeschlagen. Auch der 1. Marktheidenfelder Energietag war ein Projekt der Bürgerbeteiligung, das großen Zuspruch erfahren hat. Wir werden vor allem bei neuen Baugebieten die vorgeschlagenen Maßnahmen umsetzen und bei allen Bau- und Umbaumaßnahmen bzw. Umnutzungen städtischer Gebäude diese Vorschläge in die Tat umsetzen. Darüber hinaus werden wir das städtische Konzept „Ökokonto“ zeitgemäß weiter entwickeln.

Innovative Wärme- und Energieversorgungskonzepte bei städtischen Baukonzepten

Die Entwicklung eines beispielhaften Bauvorhabens  auf städtischem Grund – wie in der Eichholzstraße vorgesehen – ermöglicht auch den Einsatz innovativer Energiekonzepte.  Wir werden uns für eine dezentrale Energieversorgung, z.B. durch kleine Blockheizkraftwerke zur Versorgung des neuen Baugebietes einsetzen, die Gemeinschaftseigentum der Haus- bzw. Wohnungseigentümer werden sollen. So werden für die einzelnen Eigentümer die Investitions- und Wartungskosten erschwinglich – und die Energieeinsparungen führen auch tatsächlich zu niedrigeren Kosten. Auch bei den Mietnebenkosten wird sich das positiv auswirken.

Gleichzeitig soll ein solches Wärme- und Energiekonzept als Beispiel für potentielle künftige Bauvorhaben in Marktheidenfeld dienen. Eine fortlaufende Dokumentation über Kosten+Nutzen  soll den Bürgern als Hilfe für eigene Projekte nach der Vollendung des Vorhabens zur Verfügung gestellt werden.

 

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