Sehr geehrte Herren Ehrenbürger,

sehr geehrte Ehrenringträger der Stadt Marktheidenfeld,

liebe Kollegen und Kolleginnen aus dem Stadtrat und liebe Mitarbeiter des Sitzungsdienstes,

sehr geehrte Gäste!

Herzlich willkommen zur Jahresabschluss-Sitzung 2009 und danke für Ihr Kommen! Viele Grüße und gute Wünsche darf ich Ihnen von Landrat Thomas Schiebel übermitteln.

 

 

Ihr Kommen! Viele Grüße und gute Wünsche darf ich Ihnen von Landrat Thomas Schiebel übermitteln.

Leider können auch heute wegen einer Erkrankung nicht alle Eingeladenen bei uns sein. Wir wünschen ihnen von dieser Stelle aus gute Besserung.

Marktheidenfeld – da geht’s Dir gut! Dieser Slogan für unsere Stadt war Ergebnis von vielen Gesprächen und Ausschuss-Sitzungen, in denen wir uns im vergangenen Jahr über die Entwicklung der Stadt Gedanken gemacht haben. Viel Zeit haben wir uns in Stadtrat und Stadtverwaltung genommen, um gemeinsame Ziele zu finden und zu formulieren. Und um uns selbst für unsere Arbeit im Dienst der Bürger ein Leitbild zu geben. Dieses wird im künftigen Bürgerbüro hängen – daran werden wir uns orientieren und auch messen lassen.

Im Januar werden wir eine Auftaktveranstaltung zur Stadtentwicklung gemeinsam mit den Bürgern haben. Alle interessierten Marktheidenfelder können mit ihren Vorschlägen teilnehmen und in Arbeitsgruppen konkrete Projekte entwickeln und vorantreiben.

Es geht uns gut – durch das Engagement so vieler Mitbürger in Vereinen, Schulen, Kirchen, bei den Rettungsdiensten und weiteren gemeinnützigen Organisationen, in der Kultur- und Jugendarbeit und von so vielen ganz im Stillen.

Es geht uns gut – weil viele als engagierte und innovative Arbeitgeber und Arbeitnehmer reale Leistungen erbringen, deren Früchte auch unserer Stadt zugute kommen

Es geht uns gut – wenn wir mit unseren Nachbargemeinden und in der Region immer besser und immer mehr zusammenarbeiten

Es geht uns gut, wenn wir offen miteinander sprechen, Argumente austauschen und wenn berechtigte Kritik zu Verbesserungen führt.

Bei allen, die im ablaufenden Jahr zum Wohlergehen in unserer Stadt beigetragen haben, bedanke ich mich von Herzen.

Und nun der Jahresbericht 2009; ich möchte dies in Kurzfassung tun und einen Jahresrückblick in Bildern anschließen.

20 Stadtratssitzungen, dazu die vorbereitenden Ausschuss-Sitzungen, eine Bürgerversammlung in der Kernstadt und je eine in Oberwittbach und Zimmern fanden im ablaufenden Jahr statt.

Bei vielen anderen Gelegenheiten haben wir mit Bürgern, Vereinen und Organisationen diskutiert und Entscheidungen vorbereitet oder auch getroffene Entscheidungen erläutert. Drei Beiräte – der Senioren-, der Jugend- und der Umweltbeirat – haben ihre Arbeit in öffentlichen Sitzungen des Stadtrats vorgestellt.

Herzlichen Dank sage ich für alle Anregungen und für die konstruktive Kritik, die uns dabei oder online über das Bürgerforum erreicht haben.

Mein Dank gilt auch allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung, die sehr zügig alle machbaren Vorschläge umgesetzt haben.

Zunächst zu den wesentlichen Bauprojekten:

Da ist zuerst natürlich das Rathaus-Center , das sich sichtbar der Vollendung nähert. Schon kurz nach der Fertigstellung der Gebäude in der Mitteltorstraße und am Rathausplatz,

des Parkplatzes und der Tiefgarage

und der Eröffnung der neuen Geschäfte

zeigte sich, dass die Gesamtmaßnahme den beabsichtigten vitalisierenden Effekt in der Innenstadt hat.

Die neuen Übergänge am Adenauerplatz zur Erleichterung für die Fußgänger werden bald auch Richtung neues Rathaus führen, dessen Einweihung wir voraussichtlich im Mai feiern werden. Das Herzstück wird das große Bürgerbüro im Erdgeschoss bilden, in das der Zebrastreifen an der Luitpoldstraße fast direkt hineinleitet!

Wie der Verkehr in der Innenstadt weiter beruhigt werden kann, wie viel mehr Raum und Lebensqualität wir hier den Bewohnern und Fußgängern einräumen wollen und können, darüber beraten wir gerade auf der Grundlage einer Untersuchung unseres Verkehrsplaners. Vor der Entscheidung im Stadtrat wird es natürlich noch Gespräche mit den Anwohnern, Geschäftsinhabern und Gastronomen geben.

Im Rohbau fertiggestellt wurde inzwischen der Bauhof in der Bahnhofstraße. Im neuen Jahr wird er vollendet werden und dann endlich die von der Arbeitssicherheit seit langem angemahnten ordentlichen Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter sicherstellen.

Ein Teil einer weiteren großen Baumaßnahme, die unsere Stadt betrifft, wurde vor wenigen Wochen beendet: Die Brücke über das Glasbachtal. Nach mehrmonatiger Sperrung ist die ehemalige B 8 wieder befahrbar; die Fertigstellung des „Aufstiegs“ ist für 2011 geplant. Eine neue Verkehrsführung wird dann die Innenstadt weiter entlasten.

Die großen Bauvorhaben und Baustellen haben auch im ablaufenden Jahr erheblichen Zeitaufwand beansprucht. Viele weitere Probleme und Aufgaben waren zu lösen, die nicht weniger wichtig sind und die dauerhaft einen großen Posten im Haushalt der Stadt ausmachen.

Unsere Haupteinnahmequelle ist die Gewerbesteuer. Wie Sie wissen, haben wir einen erheblichen Rückgang zu verzeichnen. Das ist schmerzlich – aber es gibt auch eine durchaus positive Sicht der Dinge: Firmenleitungen und Mitarbeiter mit ihren Leistungen in dieser schwierigen Wirtschaftslage haben unseren vollen Respekt! Viele werden unterstützt durch die politische Leistung der Regelung von Kurzarbeit. Trotz der Krise sind für Marktheidenfeld bisher nur rund 3% Arbeitslose verzeichnet. So dürfen wir trotz aller Sorgen und Schwierigkeiten der Gegenwart mit Optimismus in die Zukunft schauen.

Dass auch Verbände insolvent werden können, ist bekannt – nach meinem Wissen haben wir hier erstmals die Erfahrung gemacht:

Mit der überraschenden Insolvenz des Büchereiverbandes Unterfranken, der für uns bis Ende des Jahres 2008 die Stadtbücherei betrieben hat.

Anfang dieses Jahres hat die Stadt aus diesem Grund die Bücherei wieder übernommen.

Gefeiert haben wir dennoch fröhlich und mit vielen Veranstaltungen im Jahr 2009 den 50. Geburtstag unserer Stadtbücherei, die heute überhaupt nicht mehr wegzudenken ist! Die neue Leiterin, Frau Susanne Wunderlich, hat bereits ein neues Konzept erarbeitet, dem der Stadtrat vor kurzem einhellig zugestimmt hat.

Die Betreuung und Verpflegung unserer Kindergartenkinder wurde auch im auslaufenden Jahr weiter verbessert. Von 29 Erzieherinnen im Jahr 2008 ist dadurch aber auch der Personalstand bis heute auf 35 angewachsen – und – das ist gut und richtig, auch wenn dies die Personalkosten beträchtlich erhöht.

In der Grundschule gibt es nun eine Mittagsbetreuung bis 14 Uhr und die Hausaufgabenbetreuung der Arbeiterwohlfahrt bis 17.00 Uhr.

Neuerungen gab es auch auf der Laurenzi-Messe 2009. Nach Ausschreibung der Verträge führte der Wettbewerb zum Neuabschluss eines Vertrages mit der Firma Sony-Boy Papert als Festwirt. Ab 2010 wird die Organisation des Vergnügungsparks von der Firma Ferling aus Offenbach durchgeführt.

Erstmals hatte die Stadt selbst einen Stand auf der Messe – herzlichen Dank allen Kolleginnen und Kollegen des Stadtrats, die sich hier in großer Zahl beteiligt haben!

Sehr erfreulich waren alle Änderungen und Neuheiten, das beginnt beim Holzboden im Biergarten und das gilt vor allem für das neue Weindorf! Ich glaube, das sehen wir alle so: Eine wunderbare Ergänzung und tolle Bereicherung! Zu spüren war deutlich: Die Laurenzi-Messe ist auf dem neuen Festplatz angekommen!

Für den alten Festplatz wird es einen Ideenwettbewerb in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Würzburg – Schweinfurt geben. Hier laufen die Vorbereitungen. Ab Mai wird eine Projektgruppe der FH vor Ort sein und anschließend Vorschläge erarbeiten, die voraussichtlich im Herbst den Bürgern vorgestellt werden können.

 

Sehr geehrte Damen und Herren !

Das war der Rückblick auf das Jahr 2009!

Ihnen allen, liebe Festgäste, Ihren Angehörigen und allen Bürgern unserer Stadt wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes und friedvolles Jahr 2010!

Und nun hat das Wort Manfred Stamm, der in diesem Jahr für den Stadtrat spricht

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