reden

Sehr geehrter Ehrenbürger Armin Grein,
sehr geehrte Ehrenringträger der Stadt Marktheidenfeld,
liebe Kollegen und Kolleginnen aus dem Stadtrat,
liebe Mitarbeiter des Sitzungsdienstes,

sehr geehrte Damen und Herren!

Herzlich willkommen zur Jahresabschluss-Sitzung 2013!
Mit guten Wünschen denken wir an alle, die heute aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen können und hoffen, dass es ihnen bald wieder gut geht.

Einige Gäste unserer Jahresschluss-Sitzung, darunter auch unser Ehrenbürger Leonhard Scherg, werden Sie heute vermissen; das aber aus einem ganz besonderen und schönen Anlass: Sie feiern gleichzeitig mit Frau Käthe Langefeld Geburtstag, die heute 100 Jahre alt wird! Ich war bereits heute Vormittag zusammen mit unserem Landrat bei ihr und habe im Namen der Stadt herzlich gratuliert. Viele Grüße soll ich Ihnen von Landrat Thomas Schiebel ausrichten.

Sehr geehrte Damen und Herren, wie immer zunächst etwas Statistik:

Im vergangenen Jahr fanden statt:
22 Sitzungen des Stadtrats
18 Sitzungen des Bauausschusses
20 Sitzungen der weiteren Ausschüsse
und 17 Sitzungen der Beiräte.

In 22 Sitzungen trafen sich die Projektgruppen der Bürgerbeteiligung, davon 11 Sitzungen der Projektgruppe Mainufergestaltung und ebenfalls 11 Sitzungen der Projektgruppe Energiebewusstes Marktheidenfeld.
Zwei Bürgerversammlungen, in Marktheidenfeld am 14. Januar und in Marienbrunn am 17. September wurden abgehalten.

Und nun komme ich zum gewohnten Rückblick auf die wichtigsten Aufgaben, die wir im Jahr 2013 verwirklicht oder eingeleitet haben.

Zunächst die Projekte mit Bürgerbeteiligung:

Im Sommer konnten wir den Mehrgenerationenspielplatz einweihen, der in kürzester Zeit hervorragend angenommen wird.

Die Gesamtrahmenplanung des Projektes Mainufergestaltung wurde einstimmig beschlossen und die Kosten für ein erstes Projekt, der Umsetzung einer Bootsanlegestelle, in den Haushalt 2014 eingestellt.

Ebenfalls beschlossen haben wir das Klimaschutzkonzept, das wir schrittweise in die Tat umsetzen werden. Die Projektgruppe „Energiebewusstes Marktheidenfeld“, die den Anstoß dazu gegeben und in vielen Sitzungen dafür gearbeitet hat, war auch Initiator des 1.Marktheidenfelder Energietags im Herbst und ich bin sicher, dass nach dem ersten ein zweiter folgen wird.

Die Projektgruppe Bürgerfest bleibt ebenfalls aktiv. Der zweijährige Turnus wird im nächsten Jahr nur deshalb unterbrochen, weil wir durch die Europawahl wirklich überhaupt keinen passenden Termin mehr im Veranstaltungskalender gefunden haben! (Ja, in Marktheidenfeld ist immer etwas los!) Das nächste Marktheidenfelder Bürgerfest wird also erst 2015 stattfinden.

Damit komme ich zu den familienunterstützenden Maßnahmen:
Unser Kindergartenkonzept wird ständig weiter entwickelt: In den Einrichtungen Baumhofstr. und Edith Stein-Str. sind für die Betreuung unserer ganz Kleinen bereits Kinderkrippen eingerichtet, eine davon in Kooperation mit der Firma Warema. Die Kita-Altfeld wird 2014 ebenfalls um eine Krippengruppe erweitert, denn bei den regelmäßig geführten Gesprächen mit Verantwortlichen der Firmen, wurde auch hier der Wunsch einer Kooperation geäußert.

Die Neukonzeption Jugendhaus/Städt. Jugendarbeit ist in Arbeit. Unsere neue Jugendpflegerin hat sich ganz hervorragend eingearbeitet, ist sehr engagiert und setzt gemeinsam mit dem Leiter des Jugendhauses neue Akzente. Eine Umbruchsituation gibt es natürlicherweise in diesem Bereich alle paar Jahre. Marktheidenfeld unterstützt seit 1994 aktiv und erfolgreich Jugendarbeit. Die Notwendigkeit und ihre wichtige Aufgabe, die Vernetzung mit Jugendbeirat, Schulen und Vereinen zu fördern, sind inzwischen unumstritten.

Das neue Gebäude für die Grundschule -Ganztagszug+Mittagsbetreuung+Inklusion – wurde in Rekordzeit punktgenau zum Schuljahresbeginn fertiggestellt – unter Einhaltung des geplanten Kostenrahmens! Herzlichen Dank dafür an unsere Bauabteilung, das Architekturbüro und die beteiligten Firmen!

Die Koordination Schulsozialarbeit+Jugendzentrum ist durch Schaffung einer gemeinsamen Stelle verbessert worden. Eine Sozialpädagogin leistet 12 Stunden an der Grundschule und 24 Stunden im Jugendhaus und stellt damit die bestmögliche Zusammenarbeit sicher.

Und damit zu den Baumaßnahmen:

Die gemeinsam mit allen Feuerwehren einstimmig festgelegte Agenda 2020 wurde planmäßig fortgesetzt bzw. beschleunigt:

Für Marienbrunn ist die Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses beschlossen, 2014 wird gebaut,
für Altfeld ist die Planung ebenfalls beschlossen – der Baubeginn wird vorgezogen auf das Jahr 2014.
Für das Feuerwehrhaus Marktheidenfeld ist der Planungsauftrag für die Leistungsphasen 1+2 vergeben. Hier ist eine Beschleunigung nicht möglich, da wir gesetzlich zur europaweiten Ausschreibung verpflichtet sind.

Die Kirchgasse ist fertiggestellt und der sogenannte „Rollatoren-Highway“ ist nach allem, was ich höre, gut gelungen.
Der Ausbau der Kreuzbergstraße bis zur Einmündung Friedenstraße wurde ebenfalls fertiggestellt; für 2014 sind die Eichholzstraße und die Hofgasse vorgesehen. Nachdem sich der fußgängerfreundliche Ausbau der Kirchgasse bewährt hat, werden wir in der Hofgasse sicher ähnlich planen.

In Altfeld wurde im Industriegebiet Schlossfeld im Zusammenhang mit der Neuansiedlung der Firma Cummins ein Teilstück erschlossen und eine zweite Löschwasserzisterne gebaut.
In Abstimmung mit den Industriebetrieben konnte eine zusätzliche ÖPNV-Linie für die Arbeitnehmer in Altfeld eingerichtet werden.
Begonnen hat auch – als gemeinsame Baumaßnahme von Landkreis und Stadt – der Ausbau der Ortsdurchfahrt der Kreisstraße in Marienbrunn.

Gemeinsam im Landkreis haben wir aber noch erheblich größere Baustellen. Auch im vergangenen Jahr „kämpften“ wir weiter für den Erhalt unserer Krankenhaus-Standorte:
In Marktheidenfeld bleiben die Leistungen des bestehenden Akutkrankenhauses erhalten und das Haus wird zum Geriatrischen Zentrum ausgebaut. Die Einrichtung einer Praxis für Alterszahnmedizin vor einigen Monaten begrüßen wir mit Freude. Doch diese Leistungen, die hier erbracht werden, müssen erheblich stärker bekannt gemacht und beworben werden! (Wer von Ihnen weiß beispielsweise, dass wir hier ein Schlaflabor haben?!)

Zu den Kreisschulen ein paar deutliche Worte:
Unsere Marktheidenfelder Forderung nach zügiger Sanierung der hiesigen Schulen fällt nicht unter Kirchturmpolitik, sondern ist dringende Notwendigkeit, wie alle Schüler, Lehrer und Eltern seit vielen Jahren wissen.
Im vergangenen Jahr ist es uns – und damit meine ich alle Kreisräte aus dem Bereich Marktheidenfeld – gelungen, im Kreistag eine Mehrheit zu erzielen, um die Krankenpflegeschule wieder im Bereich unseres Krankenhauses anzusiedeln. Der Umbau ist – hoffentlich – bald beendet, um die notwendige Sanierung und Vergrößerung der FOS-BOS voranzubringen – zur Sicherung dieser Schule am Standort Marktheidenfeld. Mitte des kommenden Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen. Leider muss sich die Realschule Marktheidenfeld, aber auch das Gymnasium, noch in Geduld üben, obwohl auch hier der Sanierungsbedarf äußerst dringend ist. Der Kreishaushalt lässt eine frühere Sanierung beim besten Willen nicht zu, da weitere Schulgebäude im Landkreis das ebenso dringend nötig haben.

Die bauliche Entwicklung in Marktheidenfeld liegt vor allem in der Innenstadt. Aktive Beiträge dazu leistet die Stadt im Sanierungsgebiet nach wie vor durch die kostenfreie Beratung der Haus- und Grundstückseigentümer. Vor allem unter dem Gesichtspunkt des möglichst barrierefreien Wohnens führen wir die Altstadtsanierung fort.
Wie begehrt das Wohnen hier ist, beweisen die zahlreichen Baustellen in der Innenstadt zur Sanierung bestehender Gebäude und zum Bau neuer Wohnungen im Stadtkern. Wichtige Bauvorhaben wurden im Stadtrat einstimmig befürwortet: so in der Untertorstr., Brückenstr., Luitpoldstraße. Die große Nachfrage hält an. Auch künftig haben wir in der Kernstadt viele weitere Möglichkeiten. Der Wunsch nach dem Wohnen mitten in der Stadt und die rege Bau- und Sanierungstätigkeit hier sind das beste Rezept für eine lebendige Innenstadt!

Sie können sicher sein, meine Damen und Herren: Die Möglichkeiten zu schaffen, damit alle Bürger unserer Stadt und alle potentiellen Neubürger, Wohneigentum erwerben können, ist eine selbstverständliche Dauer-Aufgabe, an der wir täglich arbeiten. Wir führen in der Stadtverwaltung intensive Sondierungsgespräche mit vielen Grundstücks- und Hauseigentümern, über die aus begreiflichen Gründen nichts an die Öffentlichkeit dringen kann. Das Gleiche gilt natürlich für den Erwerb von Flächen für künftige Gewerbegebiete.

Der, vor langer Zeit schon geplante, Erwerb des großen Geländes in der Eichholzstraße ermöglicht uns, ein beispielhaftes Wohnbauprojekt zu gestalten und dafür natürlich auch die Zusammenarbeit mit Partnern zu suchen.

Die Weiterentwicklung unserer Stadt bleibt eine Daueraufgabe:

Dazu ist die Erstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts, das Kurzwort lautet ISEK, notwendig. Den Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ als Nachfolgeförderprogramm des Altstadtsanierungsprogramms haben wir bereits bei der Regierung von Unterfranken gestellt.

Für die Stärkung und Zukunftssicherung der Stadtteile wollen wir mit dem Amt für ländliche Entwicklung ein Gemeindeentwicklungskonzept, kurz: GEK, und für die kommunale Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden ein Integriertes ländliches Entwicklungskonzept, abgekürzt: ILEK, auf den Weg bringen. Die Mittel für diese Maßnahmen sind in den Haushalt 2014 eingestellt.

Auch heute will ich wieder – wie bei jeder Gelegenheit – dafür werben, dass sich möglichst viele Bürger beteiligen, denn nur miteinander können wir die Ziele erreichen!

Ein herausragendes Beispiel, wie ein gemeinsames Ziel und die faire Zusammenarbeit zum Erfolg führt, will ich heute nennen: Der „Freiwillige Waldtausch“, über den vielerorts gerade diskutiert wird, läuft in Marktheidenfeld seit 10 Jahren! 380 Eigentümer mit 2.150 kleinen und kleinsten Waldgrundstücken in den Gemarkungen Altfeld, Glasofen, Michelrieth und Oberwittbach haben das Verfahren gemeinsam mit dem Amt für ländliche Entwicklung – in Person des Forstsachverständigen Paul Gerlach – und mit unserem städtischen Revierleiter Thomas Vogel durchgeführt. Für Oberwittbach, Michelrieth und Altfeld konnte das Verfahren bereits abgeschlossen werden.

Sehr gute Arbeit leistet auch das neue Referat „Stadtmarketing, Kultur und Tourismus“, in der Person von Frau Albert.

Zeitintensiv, aber erfolgreich waren die vielen Anstrengungen zur Belegung bisher leerstehender Geschäfte.

Umgesetzt wurde auch ein Konzept für ein einheitliches Erscheinungsbild für alle gedruckten Werbemittel der Stadt, und ebenso neue, gutgestaltete Ortseingangstafeln, Radwegebeschilderung u.ä.

Weitere Initiativen waren in Zusammenarbeit mit Handel und Gastronomie z.B. gemeinsame Veranstaltungen wie „Sommer in der Stadt“, „Herbststurm“, „Lichterglanz“ und „MainVital“ sowie die Herausgabe von zwei Ausgaben der Wirtezeitung. Die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten war hervorragend – herzlich bedanken möchte ich mich an dieser Stelle auch für die Hinweistafeln am Felsenkeller, die in privater Initiative und unterstützt vom Historischen Verein neu installiert wurden.

Die Aufenthaltsqualität in der Stadt wurde durch weitere Bänke und vermehrten Blumenschmuck gesteigert. Ich kann Ihnen versprechen, weitere Verbesserungen werden folgen. Den Löwenanteil ihrer Zeit wendete Frau Albert im vergangenen Jahr für das Anliegen „lebendige Innenstadt“ auf. Sie ist Anlaufstelle, Gesprächspartnerin mit Engagement und Verständnis, Macherin, Organisatorin und Koordinatorin und erfüllt genau das, was wir uns hier seit Jahren gewünscht haben!

Liebe Gäste, sehr geehrte Damen und Herren!

Die demografische Entwicklung und die entsprechenden Prognosen der Forschungsinstitute stellen dem Landkreis Main-Spessart schwere Aufgaben. Große Bereiche müssen mit einem Rückgang der Bevölkerung rechnen, den zu verhindern kaum möglich sein wird.

Die Prognosen für Marktheidenfeld zeigen dagegen eine leicht positive Entwicklung. Das bestätigen die aktuellen Zahlen: Unsere Einwohnerzahl hat sich 2013 um etwa 80 Personen erhöht.

Wir wissen, dass wir durch einige Faktoren, die wir nicht beeinflusst haben, begünstigt sind. Aber: In Marktheidenfeld wurde mit zukunftsweisenden und manchmal auch mutigen Entscheidungen die gute Entwicklung gezielt herbeigeführt – und das schon zu Zeiten, in denen der Hinweis auf die demografischen Gegebenheiten noch belächelt wurde. Und das auch dann, wenn das Gremium Stadtrat des Abnickens bezichtigt wurde. Aber hier wird nicht gegen- sondern miteinander mit dem einzigen Ziel der positiven Entwicklung unserer Stadt gearbeitet!

Auch die durchgeführten Maßnahmen des ablaufenden Jahres zeigen, dass wir gemeinsam und sehr zielgerichtet diese Linie weiter verfolgen. Wahr ist auch: Wir haben – sehr im Gegensatz zu vielen anderen Städten und Gemeinden – die finanziellen Mittel, die uns Gestaltungsspielraum lassen!

Das Auseinanderdriften von sehr wohlhabenden und notleidenden Gemeinden und Städten ist ebenso groß wie bei den Menschen. Und auch hier tragen die meisten dafür keine eigene Schuld.

Wir werden weiter in unsere politischen Gruppierungen die Erfahrungen der untersten kommunalen Ebene tragen und auf notwendige Veränderungen dringen. Das gilt beispielsweise für die Finanzierung der absolut dringenden Schulsanierungen, für das Gesundheitswesen, aber auch für die Einforderung von bestehenden Finanzierungzusagen wie z.B. bei der Schülerbeförderung.

Wir sehen die großen gesellschaftlichen Veränderungen und wollen daran mitwirken, dass Solidarität gelebt wird. Als Mittelzentrum bieten wir viele Leistungen auch für die Bürger im Umland an: Ob Kindertagesstätten, Schulen, Stadtbücherei, Franck-Haus, Vhs, Wonnemar – von allen diesen Einrichtungen profitieren auch unsere Umlandgemeinden. Und das ist gut so, denn wir brauchen in gleichem Maß auch sie: Als Schüler, die unsere Schulen besuchen, als Arbeitnehmer, als Unternehmer, als Käufer und Auftraggeber.

Über die Neuansiedlung der Firma Cummins im Industriegebiet Schlossfeld können wir alle nur froh und glücklich sein! Rund 500 Arbeitsplätze und viele sehr gute Ausbildungsplätze gewinnt die Stadt dadurch!
9.400 Arbeitsplätze gibt es inzwischen in Marktheidenfeld. Wir arbeiten mit großer Kraft daran, dass die Stadt wie auch ihr Umland begehrt ist als Wohnort und Lebensmittelpunkt für junge Familien und für die Ansiedlung von weiteren Betrieben.
Und wir arbeiten – wo immer möglich – Hand in Hand mit den Betrieben; wir freuen uns über bestehende Kooperationen und sind bereit für neue.

Viele bei uns ansässige Firmen arbeiten weltweit und international vernetzt. Ihre Mitarbeiter aus vielen Nationen sind uns willkommen, sie bereichern uns – und wir freuen uns, sie kennen zu lernen und auch von ihnen zu lernen!

Vielleicht haben Sie gesehen, dass die Internetseiten der Stadt Marktheidenfeld inzwischen auch eine englische Version haben – auch das soll eines unserer Signale für unser „Willkommen“ sein.

Zur Erfolgsgeschichte unserer Stadt gehören einstmals „Fremde“, die nach dem grauenvollen Zweiten Weltkrieg hierher gekommen, geblieben sind und unsere Stadt mit geprägt haben. Wir vergessen das nicht!

Von der „Willkommenskultur“ zur Kulturarbeit:

Die Kulturarbeit ist ein weiterer wesentlicher Faktor zur Sicherung unserer hohen Lebensqualität. Unser Franck-Haus hatte in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: 15 Jahre besteht es; achtmal haben wir den Kunstpreis der Stadt Marktheidenfeld verliehen, fünfmal den „Meefisch“, unseren Kunstillustrationspreis. Die Besucherzahlen im Franck-Haus sind konstant.
Die Bürgerkulturstiftung ist einmalig für Städte unserer Größenordnung – sie hat bereits zum zweiten Mal das Parodistenfestival veranstaltet.

Im nächsten Jahr wollen wir den zweiten Schritt zum Neubau der Stadtbücherei gehen. Hier ist aber nicht nur ein „neues Haus“ fällig, sondern auch ein zukunftsweisendes Konzept, das wir gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickeln werden, um dann gezielt in die Ausführungsplanung gehen zu können.
Die künftige Nähe zu Vhs, Rathaus und Franck-Haus eröffnet uns zusätzliche Möglichkeiten und Synergieeffekte.
Auch auf die besonderen Anforderungen zur Nutzung durch ältere Mitbürger werden wir großen Wert legen!

Die gute Infrastruktur und die vielen „freiwilligen Leistungen“, die unsere Lebensqualität ausmachen, können wir nur dann dauerhaft aufrecht erhalten, wenn wir unsere Einwohnerzahlen halten oder steigern und Marktheidenfeld insgesamt weiter „für Qualität“ bürgt! Als wichtiger Wirtschaftsstandort sind wir das auch den Firmen „schuldig“.

Wir begrüßen alle neugeborene Babies mit einem Geschenkpäckchen für die Eltern und vielen Informationen, was unsere Stadt für junge Familien bietet.
Für Neubürger gibt es eigene Stadtführungen, neue Firmen und ihre Gründer und Mitarbeiter heißen wir ebenso willkommen wie neue Lehrer in allen Schulen, die jedes Jahr zu Schuljahresbeginn im Rathaus empfangen werden. Dadurch kommen wir in persönlichen Kontakt, können Menschen zusammen zu bringen, ihnen den Start erleichtern und gute Zusammenarbeit von Anfang an und zum gegenseitigen Nutzen ermöglichen.

Auch die engere Zusammenarbeit mit den Gemeinden in unserem Umland ist uns wichtig. Mit ihnen sind wir einig, dass wir Allianzen in der Region gründen, verstärken und verbessern werden. Gemeinsame Projekte zum Nutzen für alle Bürger!
Im November war ich mit den Bürgermeistern der Nachbargemeinden in einer zweitägigen Klausurtagung, bei der wir große Übereinstimmung in den Zielen und für konkrete Handlungsfelder erreicht haben. Zur Vorbereitung eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes war das ein hervorragender Auftakt.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am Schluss dieser Rede steht der Dank. Ich hoffe aber, dass Sie meine große Anerkennung und meine Dankbarkeit gegenüber allen, die auch im vergangenen Jahr für unsere Stadt Marktheidenfeld mit Hingabe und Einsatz gearbeitet haben, schon während dieser Rückschau wahrgenommen haben. „Es muss sich viel ändern, damit alles so bleiben kann wie es ist“ – das war unser Anspruch auch im Jahr 2013. So bleiben wie es ist, heißt: Dass es uns weiter gut geht in Marktheidenfeld. Das es möglichst allen gut geht in Marktheidenfeld.

Mein erster Dank geht an den Stadtrat für die Mitarbeit an einem immensen Arbeitsprogramm, das von Ihnen, liebe Kollegen und Kolleginnen, ehrenamtlich geleistet und von den meisten Menschen völlig unterschätzt wird. Unglaublich viele Abendtermine, viele auch am Wochenende und die Vorbereitungszeit für die Sitzungen verlangen Ihnen und Ihren Familien viel ab. Unterschätzt wird ebenso, wie viel an Wissen und Erfahrungen, an Zusammenhängen und Gestaltungsmöglichkeiten Sie hier erwerben und erleben und weitergeben können auch in die Unternehmen, in denen Sie arbeiten!

Vielen Dank dem zweiten und dem dritten Bürgermeister, Manfred Stamm und Martin Harth für die gute Zusammenarbeit und Vertretung, auf die ich mich immer verlassen konnte.

Ein herzliches Dankeschön sage ich meinen Mitarbeitern in der Stadtverwaltung. Über das „normale“ Arbeitsprogramm hinaus waren viele von Ihnen auch in diesem Jahr wieder zusätzlich gefordert durch die Vor- und Nachbereitung und die Begleitung von vielen Sitzungen der Beiräte und Bürgerprojektgruppen. An den sichtbaren Erfolgen sind auch Sie beteiligt!

In diesem Jahr möchte ich besonders unser Wahlteam hervorheben, das nicht nur für Marktheidenfeld den Ablauf der Bundestags-, Landtags- und Bezirkstagswahlen vorausschauend und reibungslos organisiert hat, sondern sogar bis nach Lohr mit fehlenden Briefwahlunterlagen aushelfen konnte – vielen Dank!

Herzlich danke ich unseren engagierten neuen Stadtführern, die im Kostüm und auf ganz besondere Hädefelder Art unsere Stadt mit Geschichte und Geschichten den Gästen nahebringen und tolle Sympathieträger sind!

Und ich möchte von Herzen Dank sagen für eine ganz besondere Zusammenarbeit zwischen Schulen, Kirchen, Stadt und dem Verein Synagoge Urspringen. Die sehr würdige und eindrucksvolle gemeinsame Gedenkstunde aus Anlass der Reichspogromnacht vor 75 Jahren wird allen Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben.

Ich danke allen Mitbürgern,

  • die als Arbeitnehmer und Arbeitgeber über ihren Arbeitseinsatz und betrieblichen Leistungen hinaus auch soziale Verantwortung übernehmen
  • die in Beiräten und Projektgruppen, in Feuerwehren, Hilfs- und Rettungsdiensten, in Vereinen, Initiativen und in den Gliederungen der Kirchen ehrenamtlich mitwirken, für ihre Mitmenschen da sind und Solidarität leben.

Besonders benennen möchte ich in diesem Jahr die Gruppe, die den Menschen, die derzeit in Zimmern als Asylsuchende leben, auf vielfältige Weise hilft, in einer für sie völlig fremden Welt besser zurecht zu kommen. Die Adventszeit erinnert daran, wie viele Menschen weltweit auf „Herbergssuche“ sind und auf unsere tätige Nächstenliebe und Solidarität angewiesen sind. Es ist nicht unser Verdienst, dass wir in diesem Land geboren sind …

Aufrichtigen Dank sage ich allen, die in der Familienarbeit und Nachbarschaftshilfe „für Gottes Lohn“ unbezahlbare Dienste tun. Dazu gehören unsere Ehe- und Lebenspartner,
die mit ihrer Unterstützung und ihrem Verständnis ebenfalls an der Erfüllung unserer Aufgaben beteiligt sind.

Und nun zuletzt – aber ganz besonders – denke ich an alle Mitbürger, die nicht genannt werden wollen – einige davon sind anwesend – und mit Rat, Tat und auch mit offenem Geldbeutel helfen. Vielen, vielen Dank!
Und Ihnen allen: Danke für Ihr Interesse

Damit kommen wir zum Jahresrückblick in Bildern – viel Vergnügen bei 2013 im Schnelldurchgang – und anschließend spricht stellvertretend für alle Fraktionen – in diesem Jahr Stadtrat Ludwig Keller.

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