Einweihung und Tag der Offenen Tür

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt Marktheidenfeld,

Herr Halm als Leiter des Bauhofes und Herr Müller als sein Stellvertreter, Herr Kirchner und Herr Raab von der Bauabteilung,

sehr geehrte Herren Planer und Fachplaner: Herr Redelbach, Herr Zinßer, Herr Stangl und Herr Roos,

sehr geehrter Herr Pfarrer Becker und Herr Henning stellvertretend für Herrn Pfarrer Töpfer,

liebe Mitglieder und ehemaligen Mitglieder des Stadtrates, die mit diesem Projekt befasst waren,

 

ich begrüße Sie alle sehr herzlich.

 

Willkommen heiße ich auch den früheren Sicherheitsingenieur Herrn Leser, der sich über ein Jahrzehnt besonders für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen eingesetzt hat und den neuen Sicherheitsingenieur Herrn Scharf.

Herrn Hampele als Nachbar, der für heute seine Hubbühne zur Besichtigung der Fotovoltaikanlage zur Verfügung stellt.

 

Liebe Marktheidenfelder und Gäste!

 

Was lange währt, wird hoffentlich richtig gut: Ich freue mich sehr, dass wir heute den neuen Bauhof der Stadt Marktheidenfeld einweihen und offiziell in Betrieb nehmen können!

 

Vor mehr als zehn Jahren war bereits klar, dass der alte Bauhof die Bedingungen der Arbeitssicherheit wie auch die Voraussetzungen für eine moderne Logistik in keiner Weise erfüllte. Deshalb wurde bereits zu dieser Zeit im Stadtrat ausführlich die Frage diskutiert: Wie viel Bauhof braucht die Stadt? Damals – wir erinnern uns – galt das Wort „Privatisierung“ noch vielen als Zauberwort.

Auch in Marktheidenfeld diskutierte der Stadtrat darüber, ob und welche Bereiche „outgesourct“ werden sollten oder müssten – und kam zu der Überzeugung: Marktheidenfeld kann nur mit eigenen Mitarbeitern und einem neuen, modernen Bauhof die vielen Aufgaben in Kernstadt und sechs Stadtteilen ordentlich erfüllen. Die Vielfalt dieser Aufgaben ist enorm – und ebenso die Forderungen an das Personal. Zur Darstellung dieser Anforderungen bietet der Tag der Offenen Tür heute eine gute Möglichkeit. Bitte nutzen Sie diese Gelegenheiten – Sie werden sehr überrascht sein!

Über die hier in allen Werkstätten gezeigten Beispiele hinaus, wünsche ich mir sehr, dass alle Marktheidenfelder bedenken:

Es gibt nahezu kein Vereinsfest, keinen Markt – überhaupt keine öffentliche Veranstaltung, ohne dass der Bauhof daran mitarbeitet. Oft genug ist die Arbeitsleistung der Bauhof-Mitarbeiter sogar eine Voraussetzung für das Zustandekommen von solchen Veranstaltungen.

 

Ein paar Stichworte aus den letzten 10 Monaten: Rathaus-Umzug und Bürgerfest, Drachenbootrennen, Laurenzi-Messe, Martinimarkt, Weihnachtsmarkt, Hochwasser in zwei Wellen über Weihnachten und Neujahr … Überstunden in dieser Zeit statt

Urlaub und Familienfeier! Und wann sollten diese Überstunden abgebaut werden? Der Bauhof-Umzug stand bevor!

Aber auch die anderen Arbeiten mussten erledigt werden:

 

Wir alle freuen uns über blühende Beete, aufgestellte Bänke an den Spazierwegen und erwarten ordentliche Friedhöfe vor Ostern. Nicht nur in der Kernstadt, auch in unseren sechs Stadtteilen! Und bei der extremen Trockenheit mussten alle diese Blumen natürlich auch gegossen werden.

 

Liebe Mitarbeiter des Bauhofs, wir brauchen Sie und Ihren Einsatz für unsere Stadt – Sie sorgen täglich mit Ihrer Arbeit für den guten Eindruck von Marktheidenfeld. Vor allem in den letzten Jahren waren Sie unglaublich gefordert. Dafür sage ich Ihnen ganz herzlich: Vielen Dank!

Sehr geehrte Damen und Herren – gute Arbeit braucht ordentliche Voraussetzungen. Deshalb hat der Stadtrat sich im Jahr 1999 sehr bewusst für den Bau eines neuen Bauhofs entschieden und den Planungsauftrag an das Architekturbüro Redelbach vergeben. Zunächst wurde das Bahnhofsgebäude als mögliches Büro in die Planungsüberlegungen einbezogen, aus Kostengründen jedoch später verkauft.

 

Im Jahr 2000 wurden bereits die Fachplaner beauftragt: die Ingenieurbüros Schätzlein, Stangl und Zinßer. Im gleichen Jahr begann die Entsorgung von kontaminiertem Boden auf dem ehemaligen Bahn-Gelände. Dafür entstanden Gesamtkosten von 148.000 DM, wovon die Deutsche Bahn einen Entschädigungsbetrag von 70.000 DM übernahm.

 

Trotz jährlich zunehmender großer Beanstandungen der zuständigen Sicherheitsingenieure wurden die Ausschreibungen wegen anderer Baumaßnahmen  – ich erinnere an die 2. Mainbrücke! – und im Jahr 2005 wegen eines Gewerbesteuereinbruchs gestoppt. Und es wurden auch alternative Standorte geprüft.

 

Im September 2008 haben wir die geplante Vergabe der Rohbauarbeiten unter dem Einfluss der weltweiten Finanzkrise noch einmal kurzfristig zurückgestellt. Einige Wochen später jedoch, am 30.10.2008 stimmte der Stadtrat einstimmig der Vergabe der Rohbauarbeiten zu und bestimmte, die Baudurchführung zeitlich zu strecken. Aus diesem Grund dauerten die Bauarbeiten von März 2009 bis April 2011.

 

Ich verschweige nicht, dass sich durch das mehrfache Verschieben des Baubeginns und der Bauzeitverlängerung die Baukosten erhöht haben, bedingt durch die Steigerung der Rohstoffpreise, die sich teilweise verdreifacht hatten.

 

 

Liebe Gäste,

 

der neue Bauhof erfüllt nun alle Voraussetzungen, die die Stadt als Arbeitgeber gewährleisten muss, viele Außenstandorte zur Unterbringung von Materialien und Geräten fallen weg und es ist nun auch möglich, Arbeitsabläufe wirtschaftlicher zu gestalten.

 

Im Zuge der Planungen hat der Stadtrat auch bereits im Jahr 2005 mit großer Mehrheit beschlossen, zur Heizung der Werkstätten Hackschnitzel aus dem Stadtwald einzusetzen und die riesige Dachfläche sinnvoll mit einer Photovoltaikanlage zur Energiegewinnung zu nutzen. Dieser Beschluss wurde im Oktober 2010 bestätigt.

 

Ich bedanke mich ausdrücklich dafür bei den beteiligten Mitgliedern des Stadtrats und kann mir nicht verkneifen, darauf hinzuweisen, dass in Marktheidenfeld erneuerbare Energien schon lange vor der japanischen Katastrophe eine beträchtliche Rolle gespielt haben! Und ich füge hinzu: diesen Weg beschreiten wir weiter!

 

Herzlich bedanke ich mich bei den Inhabern und Mitarbeitern der Planungsbüros und der ausführenden Firmen – und bei den Mitarbeitern in der Stadtverwaltung. Diese Baumaßnahme war zeitaufwendig und durch die vielen Hürden wirklich eine Herausforderung für alle Beteiligten.

 

Ich wünsche uns, dass der neue Bauhof auch zu einem neuen Miteinander und zu einer weiteren Verbesserung für unsere ganze Stadt beiträgt.

 

Vielen Dank.

Ich bitte nun Herrn Georg Redelbach um seine fachlichen Erläuterungen zum neuen Bauhof.

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