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Wie bereits den Fraktionsvorsitzenden in der Vorbesprechung angekündigt, möchte ich zunächst eine Information über die Leihgaben von Kunstwerken im Rathaus geben und Fragen beantworten, die dazu von verschiedenen Seiten gestellt worden sind. Darunter auch die Fragen, Herr Lambinus, die Sie mir gestern nach der SPD-Fraktionssitzung zugemailt haben:

Die in Marktheidenfeld lebende Galeristin Angelika Stitz-Watzek hat mir 2009 bei einer Ausstellungseröffnung im Franck-Haus angeboten, bei der Hängung von Bildern im neuen Rathaus behilflich zu sein, z.B. der bereits vorhandenen Kunstwerke der Preisträger des Kunstpreises, welchen die Stadt alle zwei Jahre auslobt, vorhandene Luftbilder und Fotos, sowie Leihgaben namhafter Künstler aus der Region.

Dieses Angebot habe ich gern angenommen – die Umsetzung ist ausgesprochen gut gelungen. Diese Ansicht teilen auch nahezu alle Besucher des Rathauses.

Weitere Angebote von Galeristen oder Innenarchitekten, die langjährige Erfahrungen mit Hängungen in entsprechenden Gebäuden haben, lagen mir nicht vor.

Mehrere Kunstschaffende haben angeboten, bei der Ausstattung mitzuwirken; hier auszuwählen, hätte die Neutralität verletzt und ganz sicher zu Problemen geführt.

Die Fraktionsvorsitzenden wurden in einer Fraktionsvorbesprechung von mir über das Angebot informiert, eine Übersicht über das Konzept, die Vita der Künstler und Fotos der Bilder wurde für die Fraktionen übergeben. Während der Bauzeit des Rathauses lag kein Antrag auf Einberufung des Kulturausschusses zu diesem Thema vor. Ich gebe zu: zwischen Maradies-Beratungen, Bauhof-Neubau und Rathausumzug habe ich den Kulturausschuss auch nicht einberufen.

Die in Rechnung gestellten Auslagen der Galeristin betrugen 476 Euro mit Mwst. Ein Honorar wurde von ihr überhaupt nicht verlangt. Ein möglicher Ankauf von Kunstwerken, wenn das Konzept auch bei den Besuchern des Rathauses auf positive Resonanz stößt, z.B. durch Sponsoren oder aus Haushaltsmitteln, die zur Förderung der Kunst vorgesehen sind, wurde in Erwägung gezogen. Im Rahmen meiner Möglichkeiten habe ich eine Arbeit von Natascha Mann, eine Bilderreihe bestehend aus vier Bildern von Kathrin Feser vier kleine Arbeiten von Johann Nußbächer erworben.

Ansprüche auf „Leihgebühren“ für die Leihgaben können nicht erhoben werden. Es ist ja keine Marktheidenfelder Besonderheit, sondern gang und gäbe, dass Kunstwerke zur Ausstellung in öffentlichen Gebäuden oder auch in anderen stark frequentierten Bereichen – zum Beispiel auch in den Main-Spessart-Krankenhäusern – als Leihgabe zur Verfügung gestellt werden.

Der Stadt entstehen für die Ausleihe keine Kosten – die Stadt ist andererseits bei einem möglichen Verkauf am Erlös nicht beteiligt. Die Stadt hat eine Vereinbarung mit der Galeristin getroffen, nicht mit den Künstlern. Die Leihgaben sind natürlich im Rahmen der Versicherung für die Ausstattung des Rathauses mit versichert.

Die Beratung über das künftige Vorgehen wird selbstverständlich der Kulturausschuss vornehmen und dann wird der Stadtrat darüber entscheiden. Der Kulturausschuss hat sich mit diesem Thema ja bereits in seiner Sitzung vom 3. Mai 2011 befasst – ich lese den Beschluss gern vor, der einstimmig gefasst wurde:

„Ein Austausch von Kunstwerken ist aktuell nicht notwendig Wenn es soweit ist, wird der Austausch von Leihgaben im Kulturausschuss mit der Galeristin Frau Stitz-Watzek durchgesprochen. Die Annahme von Schenkungen wird im Einzelfall vom Kulturausschuss nach Sachkriterien entschieden.“

Über Ankäufe von Kunstwerken und die Annahme von Schenkungen entscheidet ebenfalls der Stadtrat – nach Vorberatung durch den Kulturausschuss und wann immer möglich unter Einbeziehung des Kulturbeirats.

Nachdem Frau Stitz-Watzek in den nächsten Wochen die Bilder von Herrn Nußbächer, die nicht angekauft wurden, an den Künstler zurückgibt, wird der Kulturausschuss – wie beschlossen – mit Frau Stitz-Watzek über einen Austausch sprechen. Die nächste Kulturausschusssitzung wird am 26. Juli sein.

 

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