Liebe Marktheidenfelder,

im Jahr 2008 haben Sie mir mit großer Mehrheit Ihr Vertrauen ausgesprochen und mich zur Bürgermeisterin der Stadt Marktheidenfeld gewählt und dieses Ergebnis im Jahr 2014 bestätigt. Es war, ist und wird mir immer ein Wichtiges sein, dieses Vertrauen durch meine Arbeit für alle Bürger der Stadt und Stadtteile zu verdienen. Im Wahlkampf warb ich für dieses Vertrauen mit konkreten Aussagen, Zielen und Ideen. Auf den folgenden Seiten stelle ich nun meine Wahlaussagen dem bisher Erreichten gegenüber.

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„Durchdrücken“ gehört nicht zu meiner Auffassung von Stadtpolitik.

Ein Beispiel dafür ist der gescheiterte Versuch einer kleinen Erweiterung der vorhandenen Fußgängerzone. Nachdem während der Probephase bis zum Jahresende 2010 der Einzelhandel sich fast einhellig und sehr massiv dagegen gewehrt hat, haben wir zeitgleich mit dem Ablauf der Probephase eine Innenstadt-Untersuchung durch das Geographische Institut der Uni Würzburg eingeleitet mit dem Ziel der weiteren Belebung. Umgehend hat die Stadtverwaltung die Verbesserungsvorschläge, die für die Stadt aufgezeigt wurden, umgesetzt: mehr Blumenschmuck, mehr Sitzmöglichkeiten, mehr Fahrradständer, bessere Beschilderung, bessere Kontrolle der verkehrsberuhigten Zone.

Die Revitalisierung der Innenstadt wird ein Thema sein, dass uns auch in Zukunft noch beschäftigen wird. Auch wenn uns bisher der große Durchbruch noch nicht gelungen ist, arbeiten wir weiter an unserem großen Ziel, die Marktheidenfelder Innenstadt wieder zu einem lebendigen, liebens -und lebenswerten Ort zu gestalten. Ich bin sicher, dass auch die neue Ansprechpartnerin für Stadtmarketing, Frau Inge Albert, gemeinsam mit Werbegemeinschaft, Einzelhandel und Gastronomie zügig weitere Vorschläge umsetzen und mit allen Beteiligten neue Ideen entwickeln und verwirklichen wird, die uns diesem Ziel näher bringen.

Bürgerhaus

Zur Weiterverwendung des ehemaligen Schwesternwohnhauses auf dem Gelände des Kolping-Kindergartens wollte ich dieses Haus als „Bürgerhaus“ nutzen.

Umsetzung: Überzeugen lassen musste ich mich jedoch durch genaue Untersuchungen, dass der wirtschaftliche Aufwand für eine Sanierung unvertretbar hoch wäre. Inzwischen wurde aber nach Umzug in das neue Rathaus im Sommer 2010 das Fränkische Haus frei. So konnten wir Räume mitten in der Stadt und in unmittelbarer Rathaus-Nähe zur Verfügung stellen für die Ehrenamtsvermittlung und das Städtepartnerschaftskomitee. Das Gebäude „Schwesternwohnhaus“ ist inzwischen Bestandteil der systematischen Planungen zur Zukunft der Kindertagesstätten und auch für „Künftige Nutzungen bzw. Nachnutzungen von städtischen Gebäuden“.

Bildung verbessern

Das wurde für Marktheidenfeld seit 2008 erreicht:

  • Mittagsbetreuung für Grundschüler ausgeweitet
  • Ferienbetreuung durch die AWO organisiert
  • Möglichkeit eines warmen Mittagessens für Grundschüler
  • Hausaufgabenbetreuung in der Grundschule
  • Zusätzliche Stellen für Schulsozialarbeit an der Grundschule
  • Kinderkrippenplätze für Kinder ab 7 Monate
  • Zusammenarbeit mit Warema Kinderbetreuung in den Ferien
  • Zusammenarbeit mit Braun/Oral B Kinderbetreuung in den Ferien
  • Zusammenarbeit mit Firmen im Gewerbegebiet Altfeld – Kinderkrippe in Altfeld geplant
  • Sprachförderprogramme in den Kindertagesstätten
  • Neubau für Ganztagszug, Inklusion und Mittagsbetreuung für Grundschule
  • Einweihung des Neubaus zum Schuljahresbeginn 2013/14
  • Zusammenarbeit aller Schulen mit VHS und Franck-Haus
  • Empfang zur Information für neue Lehrkräfte jeweils am Schuljahresanfang im Rathaus

Kultur- und Vereinsarbeit

Versprochen:

Möglichst viele Vereine und bestehende Einrichtungen in Verbindung bringen und jede Form von Miteinander bestehender Einrichtungen fördern. Vereinen behilflich sein bei Beschaffung von Räumlichkeiten. Städtische Jugendpflege fordern und fördern. Eingesetzte Geldmittel als Zukunftsinvestitionen.

Gehalten:

Ehrenamtsvermittlung und Partnerschaftskomitee haben eigene, gut ausgestattete Räume im Fränkischen Haus erhalten.

Durch städtische Zuschüsse bei Sanierung des Pfarrheims St. Laurentius und Neubau des Gemeindehauses der Friedenskirche hat die Stadt freie Nutzungstermine für diese Räumlichkeiten, die gern an die aktiven Vereine weiter gegeben werden.

Eine Vernetzung der besonderen Art ermöglichte der Bund Naturschutz, der ununterbrochen seit 2010 mit der städtischen Jugendpflege und dem Städtepartnerschaftskomitee Projekte initiiert und begleitet.

Besonders wichtig für alle Bürger in Stadt und Stadtteilen sind die Freiwilligen Feuerwehren, die in Marktheidenfeld in 7 Vereinen organisiert sind. Gemeinsam am Runden Tisch ist es gelungen, einhellig die „Agenda 2020“ mit allen Feuerwehren aufzustellen. Es wurden damit neue Strukturen geschaffen, notwendige Änderungen/Sanierungen bzw. Neubauten danach geplant und eine Prioritätenliste festgelegt, in welchen Schritten die bauliche Umsetzung erfolgt.

Die Einrichtung eines neuen Referats für Stadtmarketing, Kultur, Tourismus im Jahr 2012 bedeutet einen Meilenstein für die Vernetzung der vielen bereits vorhandenen Einrichtungen und Möglichkeiten in unserer Stadt. Alle Vereinigungen, Organisationen und Kulturschaffenden haben nun einen kompetenten Ansprechpartner in der Stadtverwaltung. Gleichzeitig wird hier professionelles Stadtmarketing betrieben.

In Zusammenarbeit mit der Bürgerkulturstiftung wurde ein weiterer künstlerischer Wettbewerb ausgelobt. Seit 2012 gibt es den „Stern von Marktheidenfeld“, den ersten Deutschen Parodistenpreis, der jährlich verliehen wird.

Beim Bayernweiten Kulturfestival nimmt die Stadt regelmäßig unter Mitwirkung von Schulen und Vereinen teil, 2012 unter dem Motto „Stadt.Geschichte.Zukunft“ und 2014 mit dem Motto „Lokalklang“.

Stadtbücherei Die Stadtbücherei ist zusammen mit Franck-Haus und Volkshochschule Kulturträger ersten Ranges in unserer Stadt. Ihre vielen Auszeichnungen sprechen für sich. Einzig ihre bisher „provisorische“ Unterkunft hindert sie an weiteren „Sternen“. Seit 2011 besteht im Stadtrat Einigkeit, dass ein Neubau in absehbarer Zeit notwendig ist. Die drei möglichen Standorte wurden von zwei Fachgutachtern aus städtebaulicher Sicht wie aus der Sicht des idealen Standorts für eine Bücherei untersucht. Die Planungsvorschläge zu den verschiedenen Standorten wurden in der Bürgerversammlung im Januar 2013 vorgestellt. Wie inzwischen üblich, standen auch diese Planungsvorschläge zum Abruf auf der Homepage der Stadt und lagen sowohl in der Stadtbücherei und im Rathaus zur Einsicht aus. Von den abgegebenen Meinungen zu den möglichen Standorten und Plänen belegte der Standort Schmiedsecke neben der Volkshochschule mit leichtem Vorsprung vor dem alten Festplatz den ersten Platz. Für diesen Standort hatten sich auch die Gutachter und die Mitarbeiter der Stadtbücherei ausgesprochen. Der Stadtrat entschied sich im März 2013 ebenfalls mehrheitlich für diesen Standort. In der mittelfristigen Finanzplanung ist die Verwirklichung – bei entsprechender Finanzlage – für 2015 vorgesehen.

Tourismus

Versprochen:

Offensive für Marktheidenfeld und sein Umland starten

„Pakete“ entwickeln für Urlaubsregion Marktheidenfeld und Umgebung

Stadtmarketing mit professioneller Unterstützung

Gehalten:

Ein entscheidender Schritt für Marktheidenfeld und das ganze Umland war es, mit Antritt des neuen Stadtrats im Mai 2008 für das marode Bad Maradies nach dem ablehnenden Bürgerentscheid vom April so schnell wie möglich eine gute Lösung zu finden.

Noch im Mai 2008 kam das Thema auf die Tagesordnung, unverzüglich setzte der Stadtrat das ÖPP-Verfahren zurück und startete es neu. Das gemeinsame Ziel, möglichst viele Wünsche, die die Bürger für ein neues Hallen- und Wellnessbad geäußert hatten, in die Planungen einfließen zu lassen, wurde erreicht und ein entsprechender Vertrag abgeschlossen. Die günstige Zinssituation ermöglichte es, die jährlichen Zuzahlungen – mit Beschluss des Stadtrats auf 900.000 Euro/Jahr limitiert – mit 840.000 Euro abzuschließen. Im Sommer 2011 erfolgte der erste Spatenstich; im Dezember 2012 konnten wir das Wonnemar einweihen.

Gespräche mit den Bürgermeistern der Nachbargemeinden für eine deutlich verbesserte interkommunale Zusammenarbeit finden regelmäßig statt. Das neu geschaffene Referat für Kultur, Tourismus und Stadtentwicklung ist im dauernden Kontakt mit den Umlandgemeinden und der Region.

Stadtführungen zu verschiedenen Themenschwerpunkte und auch Kostümführungen „Der Fischer und sei Fraa“ ergänzen das touristische Angebot.

Firmengespräche

Versprochen:

Regelmäßige Gespräche mit den Firmen

Bildungsangebot verbessern, Bedingungen für Ansiedlung verbessern, Vereinbarkeit von Familien- und Berufsarbeit ermöglichen

Gehalten:

Regelmäßige vertrauliche Gespräche mit den Verantwortlichen der Unternehmen in Marktheidenfeld sind mir ebenso wichtig wie deren gegenseitiges Kennenlernen und Kontakte untereinander. Der direkte Informationsfluss in beide Richtungen sorgt für Fakten statt Gerüchte und oft für kurzfristige Lösungen schon bevor Probleme entstehen.

Gemeinsame Ziele wie die qualifizierte Kinderbetreuung, Bildung und Weiterbildung haben in vielen Fällen inzwischen zu einer sehr guten Zusammenarbeit geführt, von der alle Beteiligten profitieren. Die guten Voraussetzungen in Marktheidenfeld und die vertrauensvolle, faire und möglichst unbürokratische Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung trägt Früchte; bei einigen Firmeneröffnungen oder Erweiterungen bestehender Firmen durfte ich mich über Lob darüber freuen.

Wir tun alles, was einer Kommune möglich ist, dass die ganze Familie gut in unserer Stadt leben kann – und wir tun alles, um neue Familien anzuziehen. Wir wollen mit dafür sorgen, dass Familien- und Berufsarbeit so gestaltet werden können, dass Kinder willkommen und bestmöglich betreut sind. Mit aktiver Unterstützung von vielfältiger Seniorenarbeit in Marktheidenfeld wertschätzen wir die Leistungen der älteren Generation.

Dienstleistungszentrum

Versprochen:

Rathaus als Dienstleistungszentrum

Weiterbildung aller Mitarbeiter

Gehalten:

Nur von Mai bis Juli 2008 stand mein Schreibtisch im alten Rathaus an der Luitpoldstraße; wenige Wochen später haben wir den Vertrag zum Bau des Rathaus-Centers endverhandelt und notariell beurkundet. Es folgte im Sommer 2008 der Abriss des früheren Gebäudes und der Umzug des Rathauses in die Übergangsquartiere. Zwei Jahre später, im Sommer 2010 sind wir erneut umgezogen – nun in das neue Rathaus.

Möglich wurde nun endlich ein großzügiges Bürgerbüro. Freundliche, geschulte Mitarbeiter und kundenfreundliche Öffnungszeiten ermöglichen schnelle und möglichst unbürokratische Hilfe für Bürger und Gäste. Auch die Touristinformation hat nun gute Arbeitsbedingungen.

Der Eintritt einiger langjähriger Mitarbeiter der Stadtverwaltung in den Ruhestand und die Neubesetzung dieser Stellen führte zu nötigen strukturellen Änderungen und auch zur Zusammenstellung neuer Teams in der Verwaltung. Allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung stehen Weiterbildungsmöglichkeiten offen – und sie werden auch intensiv genutzt.

Maradies / Wonnemar

Versprochen:

Unser Maradies – es muss wieder ein Anziehungspunkt werden

Nicht nur „Pflichtprogramm“, sondern wichtiger Standortfaktor

Regelmäßiges Schwimmen muss für alle erschwinglich sein

„Ein kleiner Urlaub im Schwimmbad“ vor der Haustür soll möglich sein

Möglichst Zusammenarbeit mit Krankenhaus Marktheidenfeld

Gehalten:

Noch im Mai 2008 Thema Maradies auf der Tagesordnung

Unverzüglich Aufnahme der Verhandlungen und Neustart des ÖPP-Projekts

Einstimmige Verabschiedung des ausgehandelten Vertrages mit InterSpa im Stadtrat

Vertragsunterzeichnung im August 2010

Abriss des Hallenbades Maradies im Januar 2011

Erster Spatenstich für das Wonnemar am Maradies im Juli 2011

Bürgerfest auf der Wonnemar-Baustelle im Juli 2012

Eröffnung des Wonnemar im Dezember 2012

Zur Erinnerung: Im April 2008 hatten die Marktheidenfelder Bürger mit Bürgerentscheid die vorgelegten Pläne für ein neues Schwimmbad zum zweiten Mal abgelehnt. Argumente und auch Wünsche, die während der langen Diskussionen geäußert wurden, haben wir in die Verhandlungen einbezogen und viele sind in die Planung eingeflossen.

Stadtentwicklung

Versprochen:

An der Entwicklung unserer Stadt sollen sich alle engagierten Bürger beteiligen können. Bisher war das möglich durch Entsendung von interessierten Bürgern durch die Parteien und politischen Gruppierungen in die Beiräte. Das ist natürlich nach wie vor der Fall.

Viele Menschen haben aber heute nicht genügend Zeit, sich dauerhaft über Jahre regelmäßig zu engagieren, sind aber an einzelnen Projekten interessiert und zur Mitarbeit über einen überschaubaren Zeitraum bereit.

Gehalten:

Um diese Möglichkeit der Bürgerbeteiligung in Gang zu setzen, haben wir im Januar 2010 mit einer Auftaktveranstaltung begonnen. Engagierte Bürger haben Arbeitsgruppen gegründet und an fünf runden Tischen konkrete Projekte entwickelt. Im März 2010 trafen sich die Arbeitsgruppen, um eine Prioritätenliste für die Vorschläge zusammenzustellen.

Wesentlicher Punkt aller Arbeitsgruppen war die Forderung nach einer Stelle bei der Stadtverwaltung für Stadtmarketing, Kultur und Tourismus.

„Professionelle Unterstützung“ beim Stadtmarketing war auch ein Ziel meiner Wahlaussagen 2008.

Das entsprechende Referat wurde 2012 eingerichtet und mit einer qualifizierten Fachkraft besetzt und schon jetzt zeigt sich, dass dies eine vernünftige Forderung und eine richtige Entscheidung war.

Erfolge der Bürger in den Projektgruppen: Die Projektgruppe „Marktheidenfelder Bürgerfest“ hat bereits zweimal ein großes, fröhliches Bürgerfest unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“ organisiert. Es findet im Zweijahresturnus statt.

Die Projektgruppe „Mehrgenerationenspielplatz“ hat mit großem Erfolg ihr Ziel im Jahr 2013 erreicht: Im Sommer wurde der „Ma/ein-Spielplatz“ eingeweiht und verzeichnet Rekordbesucherzahlen.

Die Projektgruppe „Gestaltung des Mainkais zwischen den Brücken“ hat ein Projekt gewählt, das das Zusammenwirken vieler Behörden notwendig macht und deshalb einen längeren Atem braucht. Konkrete Planungsvorschläge liegen inzwischen vor, die in unabhängigen Bauabschnitten verwirklicht werden können.

Bürgerbeteiligung auch bei Zukunfts-Planungen des Stadtrats

1) Was passiert künftig mit dem Alten Festplatz? Diese Frage ist noch nicht beantwortet. Als Ideensammlung und Diskussionsbasis haben wir im 2010 zu einem Wettbewerb von Studenten für Städtebau und Architektur an der FH Würzburg-Schweinfurt aufgerufen. Im Januar 2011 wurden in einer öffentlichen Veranstaltung die Vorstellungen und Modelle von 46 Studenten vorgestellt und erläutert.

Die Aussage von Professor Schirmer: „Wir wollen Unruhe in die Stadt bringen“ und zum Diskutieren und Schimpfen anregen haben die Bürger in den folgenden Wochen sofort umgesetzt. Während der Ausstellung waren Stellungnahmen und Meinungen gefragt und konnten schriftlich abgegeben oder zu Protokoll gegeben werden. Davon und auch im persönlichen Gespräch und mit Emails machten die Bürger lebhaft Gebrauch.

Der Tenor war: „Ja nicht den Platz zubauen!“

(Und das ist auch meine persönliche Meinung!)

So haben wir als Zwischenstand: Wir wissen, was wir NICHT wollen!

2) Standort Stadtbücherei Die Stadtbücherei ist zusammen mit Franck-Haus und Volkshochschule Kulturträger ersten Ranges in unserer Stadt. Ihre vielen Auszeichnungen sprechen für sich. Einzig ihre bisher „provisorische“ Unterkunft hindert sie an weiteren „Sternen“. Seit 2011 besteht im Stadtrat Einigkeit, dass ein Neubau in absehbarer Zeit notwendig ist. Die drei möglichen Standorte wurden von zwei Fachgutachtern aus städtebaulicher Sicht wie aus der Sicht des idealen Standorts für eine Bücherei untersucht. Die Planungsvorschläge zu den verschiedenen Standorten wurden in der Bürgerversammlung im Januar 2013 vorgestellt. Wie inzwischen üblich, standen auch diese Planungsvorschläge zum Abruf auf der Homepage der Stadt und lagen sowohl in der Stadtbücherei und im Rathaus zur Einsicht aus. Von den abgegebenen Meinungen zu den möglichen Standorten und Plänen belegte der Standort Schmiedsecke neben der Volkshochschule mit leichtem Vorsprung vor dem alten Festplatz den ersten Platz. Für diesen Standort hatten sich auch die Gutachter und die Mitarbeiter der Stadtbücherei ausgesprochen. Der Stadtrat entschied sich im März 2013 ebenfalls mehrheitlich für diesen Standort. In der mittelfristigen Finanzplanung ist die Verwirklichung – bei entsprechender Finanzlage – für 2015 vorgesehen.

Bürgerbeteiligung

Mehr Transparenz war die Hauptaussage vor der Wahl im März 2008.

Seit Sommer 2008 gibt es das Bürgerforum, das jedem Bürger mit Zugang zum Internet die Möglichkeit bietet, sich mit Anregungen und Fragen an die Stadtverwaltung zu wenden bzw. Diskussionen über anstehende Entscheidungen zu führen und damit Einfluss zu nehmen auf laufende Projekte. Nach sehr lebhafter Anfangsbeteiligung ist es nahezu zum Stillstand gekommen – vielleicht ja deshalb, weil es auch inzwischen viele weitere Möglichkeiten für engagierte Bürger gibt! Zum Beispiel:

Seit Herbst 2008 werden die Protokolle öffentlicher Sitzungen von Stadtrat, Ausschüssen und Beiräten auf der Homepage der Stadt Marktheidenfeld veröffentlicht.

Ebenso werden alle Beschlüsse des Stadtrats mit Abstimmungsergebnis in der „Brücke zum Bürger“ veröffentlicht, die inzwischen erheblich mehr Informationen enthält.

Das gilt auch für die neu gestaltete Homepage der Stadt Marktheidenfeld, die nach öffentlicher Ausschreibung im Sommer 2010 ans Netz ging und zu umfangreichen und tagesaktuellen Informationen auch den schnellen Kontakt zwischen Bürgern und Verwaltung sicherstellt. Normalität ist inzwischen auch, dass Vorstellungen von Planungen und anschließend vom Stadtrat beschlossene Pläne ebenso wie Reden zu wichtigen Anlässen auf der Homepage abrufbar sind.

Bürgerversammlungen gibt es nicht nur einmal im Jahr als Pflichtveranstaltung, sondern auch zu wichtigen Themen. Beispiele: Maradies/Wonnemar, Stadtbücherei, Stadtteilentwicklung. Vor der Bürgerversammlung haben alle Bürger die Möglichkeit, ihre Fragen auch schriftlich einzureichen. Ebenso gibt es Infostände mit Aussagen und Plänen zu wichtigen Projekten und natürlich zur Entwicklung der städtischen Finanzen. Dazu stehen jeweils die Referatsleiter zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung.

Bürgerbeteiligung an der Stadtentwicklung ist in Marktheidenfeld seit Januar 2010 Normalität. Nach der Auftaktveranstaltung haben sich Arbeitsgruppen gebildet, aus denen sich wiederum Projektgruppen entwickelt haben. Der jederzeitige „Einstieg“ in diese Gruppen ist möglich. Sie können bereits sichtbare Erfolge vorweisen:

• Projektgruppe „Marktheidenfelder Bürgerfest“ Organisiert in zweijährigem Turnus auf der Martinswiese ein fröhliches Fest unter dem Motto „Miteinander – Füreinander – mit Beteiligung nahezu aller Vereine und Organisationen, die damit auch die Möglichkeit haben, neue Mitglieder zu gewinnen.

• Projektgruppen „Mehrgenerationenspielplatz“ und „Mainufergestaltung“ Der Mehrgenerationenspielplatz auf der Rothenbücherwiese wurde im Sommer 2013 mit einem fröhlichen Fest eingeweiht und wird hervorragend angenommen; die Arbeitsgruppe Mainufergestaltung hat bereits konkrete Pläne, die schrittweise umgesetzt werden können.

• Projektgruppe „Energiebewusstes Marktheidenfeld“ 2012 fand die Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung an diesem Projekt statt. Energie sparen – Energieeffizienz steigern – Energie gewinnen, so lautet die Reihenfolge des geplanten Vorgehens. Im Oktober 2013 hat als erste Etappe der Marktheidenfelder Energietag stattgefunden.