Liebe Kollegen und Kolleginnen im Stadtrat,
sehr geehrte Zuhörer,

heute stellt Ihnen die Stadtverwaltung den Entwurf des Haushaltsplans für das Jahr 2018 vor. Es wird das letzte Mal sein, dass Herr Pilsl das als Kämmerer der Stadt Marktheidenfeld tut, denn er wird im nächsten Jahr in den Ruhestand – bzw. die zweite Phase der Altersteilzeit – treten. Lieber Herr Pilsl, herzlichen Dank für Ihr Mitwirken in unserer Stadt Marktheidenfeld in all den Jahren in Ihrer verantwortungsvollen Position. Herzlichen Dank auch in diesem Jahr Ihnen und Ihren Mitarbeitern in der Kämmerei für die guten Vorbereitungen zur Aufstellung des Haushalts 2018.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch in diesem Jahr können wir durch sehr stabile Verhältnisse bei den Einnahmen aus der Gewerbe- und Einkommensteuer unsere hohen Investitionen fortsetzen. Wir investieren weiter in Bildung und Infrastruktur – wir wollen damit die Grundlagen für unser gutes Leben und Zusammenleben in Marktheidenfeld bewahren und ausbauen. Die Unterstützung von Familien bleibt der Mittelpunkt aller unserer Entscheidungen.

In den fünf städtischen KiTas garantieren wir ein sehr gutes pädagogisches Betreuungsangebot. Die steigenden Personalkosten in diesem Bereich sind deshalb kalkuliert. Es sind die Menschen, die wesentlich sind für die gute Arbeit, die hier geleistet wird – und für sie wie für die zu betreuenden Kindern sorgen wir für gute Rahmenbedingungen. Aus diesem Grund entsteht im nächsten Jahr auch der Neubau der KiTa Baumhof.

Die Schulsozialarbeit in Grund- und Mittelschule unterstützt die Stadt Marktheidenfeld seit Jahren mit eigenen Mitteln.

Ich bin froh über die große Einigkeit darüber im Stadtrat, die Kosten dafür für das laufende Schuljahr an der Grundschule selbst zu tragen, nachdem erst ab dem Schuljahr 2018/19 eine Förderung der Stelle erfolgen wird.

Weitere Baumaßnahmen stehen auch in der Grundschule an: Als Ersatz für die beiden Schul-Pavillons planen wir einen Erweiterungsbau mit Mensa.

Sehr froh bin ich darüber, dass wir im kommenden Jahr mit der Errichtung von zwei Objekten beim sozialen Wohnungsbau in Marktheidenfeld vorankommen.

Für den Bau von 12 Wohnungen haben wir einen städtischen Bauplatz der Regierung von Unterfranken zur Verfügung gestellt. Am Stauffenbergring wird ein Gebäude errichtet, das die Stadt nach zehn Jahren Nutzung in ihr Eigentum übernehmen und dann selbst darüber verfügen kann.

In eigener Verantwortung bauen wir am Südring etwa 24 Wohnungen. Wir nehmen dafür Zuschüsse des Landes Bayern in Anspruch und unterliegen deshalb auch entsprechenden Kriterien, z.B. die Anzahl von Ein-,Zwei-,Drei- und Vierzimmer-Wohnungen und die Höhe der Baukosten erfolgt in enger Abstimmung mit der Regierung.

Es ist bekannt, dass der Markt für Mietwohnungen in der Stadt Marktheidenfeld absolut leergefegt ist – und dass auch deshalb die Mieten teilweise schwindelerregende Höhen erreicht haben. Es war bekanntlich nicht möglich, Investoren zu finden, die Wohnungen zu erschwinglichen Mieten errichten können. Deshalb sieht sich die Stadt in der Verpflichtung, hier selbst tätig zu werden.

Zu den unverzichtbaren Bildungsangeboten gehören die Bibliotheken. Anfang nächsten Jahres können wir unsere neue Stadtbibliothek eröffnen, die gleichzeitig die Altstadt zusätzlich beleben wird. Und als Bauwerk auch bereichert!

Als Neubau wird sie selbstverständlich barrierefrei sein. Barrierefreiheit nachträglich herzustellen, ist nicht so leicht – aber wir investieren zügig weiter in die schrittweise Umsetzung unseres Konzeptes dafür und ich freue mich über alle hier mitwirkenden Hauseigentümer in der Stadt!

Die Mitwirkung der Bürger auf allen Ebenen ist nötig und erwünscht – Ergebnisse der Bürgerbeteiligung lassen sich auch ablesen aus dem Gemeindeentwicklungskonzept und der Stadtteilentwicklung! Im nächsten Jahr werden die ersten Ergebnisse sichtbar werden bzw. die Planungen vollendet:

  • In Glasofen der Um- und Anbau des Bürgerhauses
  • In Altfeld der Generationenpark
  • In Zimmern der Ausbau des Schwabsgraben
  • In Oberwittbach die Gestaltung der Ortsmitte
  • In Marienbrunn die Gestaltung der Ortseingänge
  • In Michelrieth das künftige Gemeindezentrum

 

Es ist uns sehr bewusst, dass wir uns alle diese Maßnahmen leisten können, weil in Marktheidenfeld in vielen Firmen Werte erarbeitet, Gewinne gemacht – und auch anständig bezahlt wird. Was auch für das Abführen von Steuern hier vor Ort gilt.

Zu unseren Aufgaben gehört es, für die Firmen weiterhin gute Bedingungen zu schaffen. Dies ist auch der Grund für hohe Investitionen in das neue Gewerbegebiet Söllershöhe auf der Altfelder Gemarkung. Ebenso werden wir einen Bebauungsplan für ein zusätzliches Wohnbaugebiet in Altfeld aufstellen.

Hoch sind die geplanten Ausgaben für den Brand- und Rettungsschutz in Gestalt des Neubaus Feuerwehrhaus Marktheidenfeld. Bekanntlich ist aber auch das dringend notwendig. Die Schaffung von neuen Gebäuden, Bau- und Gewerbegebieten zieht auch immer mehr und größere Aufgaben für unsere freiwilligen Feuerwehren nach sich.

Gute Ausrüstung und Ausbildung und ebenso ordentliche Räume sind dafür nötig. Nur die Räume fehlen hier in Marktheidenfeld noch – wir werden sie in den nächsten zwei Jahr bauen!

Auch in diesem Jahr kann ich die gute Nachricht verkünden, dass die Stadt Marktheidenfeld diese enormen Ausgaben zur Sicherung einer guten Weiterentwicklung ohne Aufnahme von Krediten tragen kann.

Allerdings greifen wir zur Realisierung der vielen Projekte auf unsere Rücklagen zu.

Alle weiteren Zahlen und Erläuterungen überlasse ich unserem Kämmerer, der das anschließend sehr ausführlich tun wird.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen – auch in diesem Jahr habe ich einen Wunsch:

Bitte beraten Sie in den Fraktionen auch über weitere Beiträge unserer Stadt zum besseren Klimaschutz. Es gibt jede Menge Untersuchungen, die belegen, dass es dringend erforderlich ist, die Begrünung der Städte zu fördern, wo immer das möglich ist. Vorschläge dazu aus den Fraktionen würden mich sehr freuen!

Und jetzt hat der Kämmerer das Wort!

 

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