Sehr geehrter Ehrenbürger Armin Grein,

sehr geehrte Ehrenringträger der Stadt Marktheidenfeld,

 

liebe Kollegen und Kolleginnen aus dem Stadtrat,

liebe Mitarbeiter des Sitzungsdienstes

 

sehr geehrte Vertreter der Presse,

sehr geehrte Damen und Herren!

 

Herzlich willkommen zur Jahressschlusssitzung 2018!

Ich freue mich sehr über alle, die unsere Einladung annehmen konnten und danke für Ihr Kommen und Ihr Interesse an diesem Jahresrückblick!

 

Leider kann unser Ehrenbürger Uwe Lambinus aus gesundheitlichen Gründen heute nicht hier sein. Er hat mich gebeten, herzliche Grüße auszurichten. Viele Grüße auch von Ehrenbürger Leonhard Scherg und Prälat Rost, die heute Abend andere Verpflichtungen haben.

 

Auch in diesem Jahr mussten wir wieder von Menschen Abschied nehmen, die verstorben sind und an die wir heute ganz besonders denken. An Menschen, die sich für unsere Stadt engagiert haben:

 

  • Schwester Gertrud Hampel
  • Ingrid Fischer
  • Willi Liebler
  • und Josef Heckmann

Sie alle waren Träger der Verdienstmedaille der Stadt Marktheidenfeld.

 

Wir erinnern uns an

  • Günter Adam, Stadtrat von 1977 bis 1990, verstorben im Juli

und

  • Karl-Heinz Schwarzkopf, Mitglied des Stadtrats von 1960 bis 1966, verstorben im November.

 

Für uns alle ganz besonders schmerzlich und schockierend war der Tod von Manfred Stamm, der am 3. Oktober verstorben ist. Er wurde nur 62 Jahre alt – 34 Jahre davon war er Mitglied des Stadtrats, 23 Jahre Kreisrat und 22 Jahre zweiter Bürgermeister der Stadt Marktheidenfeld. Wir vermissen ihn.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie gewohnt, folgt jetzt etwas Statistik. Im ablaufenden Jahr 2018 hatten wir

 

  • 21 Sitzungen des Stadtrats
  • 16 Sitzungen des Bau- und Umweltausschusses
  • 16 Sitzungen der weiteren Ausschüsse
  • und mehrere Sitzungen des Rechnungsprüfungsausschusses

 

Von den Beiräten tagten

 

der Sanierungsbeirat        zweimal

der Jugendbeirat                sechsmal

der Seniorenbeirat            einmal

der Umweltbeirat                fünfmal

 

Die Projektgruppe „Energiebewusstes Marktheidenfeld“ traf sich siebenmal zu Beratungen. Ich freue mich sehr, dass dieses große Engagement eine Auszeichnung erfahren hat: Für das „Klima-Taschenbuch für Marktheidenfeld“, mit dem die Projektgruppe ganz hervorragend aufgezeichnet hat, wie jeder von uns seinen eigenen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Das Bayernwerk hat für diese Auszeichnung ein Preisgeld von 3.500 Euro zur Verfügung gestellt. Dazu dürfen wir auch bei dieser Gelegenheit noch einmal herzlich gratulieren!

 

Zwei Bürgerversammlungen hatten wir in diesem Jahr: Am 9. Januar in der Kernstadt und am 9. Oktober in Michelrieth.

 

Zur Statistik gehört natürlich die Bevölkerungsentwicklung. In diesem Jahr haben wir in der Kernstadt bisher 16 Einwohner mehr zu verzeichnen als im Vorjahr; leider haben wir in Marienbrunn und Zimmern einen Rückgang um 6 bzw. 23 Einwohner (Stand 30.11.) Insgesamt verzeichnet das Standesamt 11.894 Einwohner. Davon sind rund 77% unter 66 Jahre alt; 1473 Menschen, die in Marktheidenfeld leben, stammen aus dem Ausland.

 

Liebe Gäste,

2018 war ein Jahr mit einem unglaublich hohen Arbeitsaufwand für die Stadtverwaltung. Und zugleich gab es einen Generationswechsel im Rathaus an einigen Stellen, die auch entsprechende Umbesetzungen nach sich gezogen haben. Als neue Referatsleiter stelle ich Ihnen heute sehr gern vor:

 

  • Frau Christina Herrmann, unsere neue Kämmerin, die als frühere Leiterin der Stadtkasse ein neues Amt übernommen hat
  • und Herrn Matthias Hanakam, unseren neuen Geschäftsleitenden Beamten

 

 

Ich möchte die Gelegenheit heute nutzen, ihnen und allen ihren Kollegen sehr herzlich Dank zu sagen für die reibungslose Eingliederung und die von Beginn an ausgezeichnete Zusammenarbeit!

 

Danken will ich allen Mitarbeitern der Stadtverwaltung, denn in diesem Jahr blieb wohl niemand verschont von zusätzlichen Aufgaben. Das gilt zum einen für die vielen Jubiläumsveranstaltungen, auf die ich später noch zurückkomme, aber nicht nur dafür!

 

So ist es nicht selbstverständlich, sondern auch einen öffentlichen Dank wert, dass der Umzug in unsere neue Stadtbibliothek so hervorragend ausschließlich mit eigenen Kräften von Bauhof, Hausmeistern und Bibliothekspersonal abgelaufen ist.

Die bestmögliche Einarbeitung der neuen Mitarbeiter, die Förderung jeder nur möglichen guten Zusammenarbeit aller Mitarbeiter in unserem Dienstleistungszentrum Rathaus gehört zu meinen wesentlichen Aufgaben.

Wenn ich manchen öffentlichen Termin deshalb nicht selbst wahrnehme, bitte ich, mir das nachzusehen.

 

Und noch eine persönliche Bemerkung zu meinen Hauptaufgaben:

Dazu gehört nach wie vor das Kümmern um die medizinische Versorgung in und um Marktheidenfeld, auch wenn das nach außen nicht erkennbar wird. Dass die Geriatrische Reha am Krankenhaus Marktheidenfeld einen hervorragenden Status hat, haben Sie sicher in den letzten Tagen gelesen. Sie gehört zu den besten in der Bundesrepublik und darf sich mit Fug und Recht als Top-Rehaklinik bezeichnen. Allen Verantwortlichen und Mitarbeitern dürfen wir dazu besonders herzlich gratulieren!

 

Was sich nach vielen Gesprächen zur Nachnutzung des Krankenhauses Marktheidenfeld bisher abzeichnet, lässt mich positiv und optimistisch in die Zukunft blicken. Wenn wir zurückblicken in Marktheidenfeld, können wir sehen, dass viele hoch umstrittenen Neuerungen letztlich in ein gutes Ergebnis mündeten. Bis das in diesem Fall vorzeigbar ist, bitte ich Sie um Vertrauen und auch noch um etwas Geduld.

 

 

Damit bin ich bei den Bauprojekten des Jahres 2018.

 

Die Eröffnung unserer neuen Stadtbibliothek war die reine Freude – das Lob über das Bauwerk ist groß und ganz besonders hat mich gefreut, dass auch einige frühere Kritiker des Standorts mir gesagt haben, dass sie ihr Urteil revidiert haben.

Noch mehr aber freut mich, dass unser Ziel, die Innenstadt damit noch attraktiver zu machen, sofort erreicht worden ist und auch die Mitarbeiter der Bibliothek froh und glücklich sind. Und nicht nur sie, sondern auch in der Vhs – die erwarteten Synergieeffekte sind ebenfalls bereits wirksam!

In den ersten acht Monaten verzeichnen wir über 40.000 Besucher. Die mehr als 560 seitdem neu angemeldete Bibliotheksnutzer sind ein Erfolg! Richtig schön sind die Begegnungen im Haus von Menschen, die „einfach so“ hereinschauen, sich treffen, eine Zeitung lesen, eine Pause zwischen Terminen oder Besorgungen hier einlegen, auf jemanden warten.

 

Noch im Bau befindet sich die neue KiTa Baumhofstraße. Der Innenausbau ist in vollem Gang. Die völlige Fertigstellung einschließlich der Außenanlagen wird wohl das Jahr 2019 in Anspruch nehmen. Wir gehen aber davon aus, dass der Umzug der KiTa-Kinder im Sommer stattfinden wird. Aber, wie immer: ohne Zeitdruck. Qualität geht vor!

Die Kosten die mit 5,2 Mio. Euro brutto angesetzt waren, werden nach dem aktuellen Stand vermutlich auf 5.752.000 Euro steigen. Sie alle kennen die Situation auf dem derzeitigen Baumarkt.

 

Einen Ersatzbau und eine Mensa wird bald unsere Friedrich-Fleischmann-Grundschule erhalten. Das Raumprogramm dafür ist fertiggestellt, das Architekturbüro beauftragt, die Planung läuft. Das neue Gebäude wird die beiden bisher nicht sanierten eingeschossigen Pavillons ersetzen.

 

An der Mittelschule Marktheidenfeld konnte die Küche der neuen Mensa nach den Osterferien eröffnet werden.

 

Die Großbaustelle des Jahres 2019 kündigt der Abriss des Feuerwehrhauses am Nordring an. In diesem Jahr hatten die Verantwortlichen mit der Einrichtung und der Übernahme der Interimsmaßnahmen schon alle Hände voll zu tun, hier gilt mein großer Dank den unermüdlichen Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr. Momentan läuft der Abriss des alten Gebäudes auf vollen Touren. Wir gehen davon aus, dass die Rohbauarbeiten bald im neuen Jahr beginnen. Diese große Baumaßnahme wird wohl erst Ende 2020 beendet sein. Die aktuelle Kostenprognose beträgt 13,75 Millionen Euro.

 

ENDLICH – sage ich zu zwei neuen Gebäuden, bei denen jetzt aus Plänen Wirklichkeit wird: Es gibt wieder sozialen Wohnungsbau in Marktheidenfeld!

 

Im Rahmen des Programms „Wohnungspakt Bayern“ und in Kooperation mit der Regierung von Unterfranken entsteht ein Gebäude mit 12 Wohneinheiten am Stauffenbergring. Die Stadt stellt dafür das Grundstück im Erbbaurecht zur Verfügung – heute Vormittag haben wir mit Staatssekretär Eck und der Regierung von Unterfranken den „symbolischen“ Spatenstich vorgenommen – die Bagger sind schon seit dem 3. Dezember im Einsatz!

 

Die Stadt selbst ist Bauherr am Südring, wo 24 Wohneinheiten und zwei Wohngruppen geplant sind. Der Baubeginn ist für Ende 2019 vorgesehen.

 

Gebaut wird auch in den Stadtteilen. In Zeiten, in denen auch in den kleinen Städten wie Marktheidenfeld die Kosten für Bauen und Wohnen für viele nahezu unerschwinglich sind, nehmen wir die Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Stadtteile besonders wichtig.

 

Im September haben wir mit der Platzumgestaltung im Umfeld der Grafschaftshalle Altfeld begonnen. Ein Mehrgenerationenpark und eine gestaltete Wegführung zum Gewerbegebiet Schlossfeld gehören dazu.

In Glasofen sind die Sanierung und der Neubau des Bürgerhauses deutlich sichtbar. Im März war der Baubeginn.

In Zimmern wird seit September der Schwabsgraben ausgebaut und ebenso ein Teilabschnitt der Theodor-Heuss-Straße.

Mit der Neugestaltung der Ortsmitte in Oberwittbach werden wir voraussichtlich im April 2019 beginnen.

Für die Umgestaltung des Ortseingangsbereiches und der Bushaltestelle in Marienbrunn haben wir im September den Antrag auf Zuwendung beim Amt für ländliche Entwicklung gestellt.

 

In Michelrieth haben wir für den Neubau des Bürgerhauses in der Bürgerversammlung die Vorüberlegungen für die Planung vorgestellt. Auch für dieses Projekt werden wir den Antrag zur Förderung beim Amt für ländliche Entwicklung stellen.  Wie Sie wissen, wollen wir ein Gemeindezentrum errichten, in dem auch Räume für die evangelische Kirchengemeinde zur Nutzung eingeplant werden und die Kirche sich deshalb auch anteilig an den Baukosten beteiligen wird.

 

 

 

 

Zum Straßenbau:

 

Abgeschlossen wurde der Ausbau der Kreisstraße MSP 31. Am 3. August konnte der Nordring wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden.

Der Wasserrohrbruch, der in den letzten Tagen zur Teilsperrung führte, hat uns „nicht amüsiert“, um das mal ganz diplomatisch zu sagen.

Der zweite Teilabschnitt der Baustelle Baumhofstraße wurde ebenfalls im Sommer abgeschlossen; zwischen Setzgraben und Baumhof-Tenne werden die Bauarbeiten fortgeführt.

 

Seit November sind in der Innenstadt die Poller zur Unterstützung der Zufahrtsbeschränkungen in der Altstadt aktiviert.

Ganz sicher ist für die betroffenen Bewohner und für die Hotelübernachtungsgäste eine große Verbesserung die Möglichkeit, mit dem Auto über die Bronnbacher Straße abfahren zu können und nicht mehr den Umweg über den Südring nehmen zu müssen.

Den Vorschlag aus der Bürgerschaft, den Versuch zu machen, die Herrngasse für den Gegenverkehr zu öffnen, haben wir aufgegriffen. Und er scheint sich zu bewähren. Nach der Versuchsphase von sechs Monaten erfolgt die Auswertung. Danach wird der Stadtrat endgültig entscheiden.

 

Weiter setzen wir schrittweise unser Konzept für eine barrierefreie Altstadt um. In diesem Jahr wurde der Bereich zwischen Vhs und Stadtbibliothek barrierefrei ausgebaut und in der Bronnbacher Straße durch den Einbau eines fußgängerfreundlichen Komfortstreifens fortgesetzt.

Die Erneuerung der Asphaltdecke im Stadtmauergässchen haben wir zum Anlass genommen, Bodenleuchten einzubauen. Zum einen wird das Gässchen als Weg zum Friedhof genutzt, aber auch zunehmend als Fußweg Richtung Lengfurterstraße und Birken-Baugebiet.

 

Bauleitplanung und Infrastruktur

 

Die Nachfrage nach Bauplätzen in Marktheidenfeld hält weiter an. Deshalb hat der Stadtrat Untersuchungen in Auftrag gegeben, ob ein neues Wohnbaugebiet am Strickberg genehmigungsfähig sein könnte. Ebenfalls wurden Planungsleistungen beauftragt für ein Sondergebiet „Parken“ zur Erweiterung des Lohgraben-Parkplatzes.

 

Die Bauleitplanung für das künftige Gewerbegebiet Söllershöhe in Altfeld ist in der Abschlussphase. Der Auslegungsbeschluss wurde in der letzten Stadtratssitzung am 6.12. herbeigeführt. Nun kann im Januar die Änderung des Flächennutzungsplanes erfolgen.

Für das geplante Wohnbaugebiet Märzfeld in Altfeld liegt der Aufstellungsbeschluss vor.

 

Den Breitbandausbau als wichtiges Infrastrukturkriterium haben wir „im Blick“: Für die Grundschule und Mittelschule sind wir bei der Leistungsvergabe für den Glasfaseranschluss, der vom Freistaat mit bis zu 80% gefördert wird.

 

„Digitalisierung“ heißt die neue Herausforderung. E-Commerce und E-Government sind in unserem Alltag angekommen.

Als Stadt bieten wir auf unserer Homepage Bürgern und Firmen schon seit Jahren viele Dienste, die digital erledigt werden können und werden weiter daran arbeiten. Zusammen mit Werbegemeinschaft, HGM und einigen Banken hat die Stadt die Entwicklung und den Betrieb eines „online-Schaufensters Marktheidenfeld“ beauftragt. Die Umsetzung wird bald im neuen Jahr erfolgen.

 

WLan-Hotspots haben wir inzwischen am Marktplatz, am Adenauerplatz, im Franck-Haus und natürlich in der Stadtbibliothek.

 

Unser wichtigstes Gut ist unser Trinkwasser!

Wir sind durch eigene Brunnen in der Kernstadt und in Zimmern und durch unsere Zugehörigkeit zur Marktheidenfelder Wassergruppe zur Versorgung aus den Brunnen im Weihers- und Wachengrund in einer guten Ausgangslage. Sicher bin ich mir aber, dass es in den nächsten Jahren erhebliche Investitionen geben muss für den Bau neuer Hochbehälter und die Erschließung weiterer Brunnen, damit auch künftig eine zuverlässige und ausreichende Trinkwasserversorgung sichergestellt ist.

 

Ganz unmittelbar damit verbunden ist unser Stadtwald. Die Wasserreserven der Bäume waren im Juli bereits erschöpft. Die große Trockenheit dieses Sommers und der Orkan im September verursachten große Schäden im Stadtwald auf mindestens 5 Hektar und machen erhebliche Aufforstungsmaßnahmen notwendig.

 

Ich hoffe sehr, dass wir in Marktheidenfeld zügig weitere Maßnahmen zum Klimaschutz umsetzen können. Wir sind umso mehr in der Pflicht, als wir in Altfeld ein großes Gewerbegebiet erschließen. Wir sind überzeugt davon, dass dies für die Zukunftssicherung von Arbeitsplätzen in der Stadt und der ganzen Region richtig ist. Dass ein Drittel der Fläche für sinnvolle und dringend nötige Naturschutzmaßnahmen verwendet wird, ist deshalb ebenso wichtig.

 

Ganz dringend nötig ist die Aufklärung darüber und die Beteiligung aller Einwohner an Maßnahmen, die für unser Klima wichtig sind.

Unsere Teilnahme am Programm „Zukunft Stadtgrün“ ist ein kleiner Teil davon, der weiter ausgebaut werden muss.

Um es einmal locker zu sagen: In Marktheidenfeld wird bereits der bauseitige Sonnenschutz höchst erfolgreich gemanagt. Ich meine, wir sollten auch bei Klimaschutz und Stadtgrün Ehrgeiz entwickeln, zu den Marktführern zu gehören! Sofortprofit für gutes Klima in Marktheidenfeld ist garantiert!

 

Liebe Gäste,

sehr geehrte Damen und Herren!

 

Das Jahr 2018

ist fast zu Ende. In der letzten Woche haben wir im Stadtrat einstimmig einen Ausnahme-Haushalt im Gesamtumfang von 70 Millionen Euro verabschiedet. Unsere hohen Rücklagen von rund 40 Millionen Euro ermöglichen die enormen Investitionen von bis zu 30 Millionen Euro im nächsten Jahr ohne Kreditaufnahme. Ich weise aber auch heute wieder darauf hin, dass zum großen Teil die Rücklagen in den nächsten Jahren aufgezehrt werden.

Dies ist geplant und uns bewusst. Wir legen mit diesen Investitionen die Grundlagen für gutes Leben, Wohnen und Arbeiten in unserer Stadt auch in Zukunft.

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch 2018  durften wir uns freuen über einige Auszeichnungen, die Menschen und Institutionen in unserer Stadt erhalten haben. Die Vielfalt zeigt auch hier: Marktheidenfeld ist bunt, fleißig und erfolgreich!

Wir gratulieren herzlich:

 

  • Der Projektgruppe „Energiebewusstes Marktheidenfeld“ zum Bürgerenergiepreis – wie schon geschildert,
  • der Mittelschule Marktheidenfeld, die als faire Schule und für ihr Schulprofil „Inklusion“ ausgezeichnet wurde
  • den Mitarbeiterinnen der Stadtbibliothek die als „Partner der Schulen“ durch das bayerische Kultusministerium für die Zusammenarbeit mit dem BNG mit diesem Gütesiegel geehrt wurde
  • unserem Jugendzentrum MainHaus, das für sein seit Jahren erfolgreiches Minigolf-Projekt mit jungen Flüchtlingen als zweiter Preisträger des „Integrationspreises“ von der Regierung von Unterfranken ausgezeichnet wurde
  • und dem Kino Movie im Luitpoldhaus, das vor kurzem erneut eine Auszeichnung erfuhr durch die Bayerische Film- und Fernsehförderung für ein qualitativ herausragendes Filmprogramm.

 

 

Und außerdem freuen wir uns auch über die Auszeichnung unserer Stadt als „Top-Gemeinde für Familienfreundlichkeit“ durch das Immo-Netz, wo man auf unsere stetige Arbeit aufmerksam geworden ist!

 

Liebe Gäste,

 

2018 haben wir viel gearbeitet – und auch viel gefeiert!

Viele kleine Jubiläen in unserer Stadt haben uns dazu Anlass gegeben. Und einige besondere Glanzlichter gab es nicht nur, aber auch wegen dieser Anlässe!

 

70 Jahre Stadterhebung und 20 Jahre Franck-Haus als Kulturzentrum, 20 Jahre Jugendzentrum – das feierten wir mit einem bunten Veranstaltungsprogramm, das sich durch das ganze Jahr zog. Und dazu 70 Jahre Laurenzi-Messe, die erneut über 100.000 Menschen zum fröhlichen Feiern in unsere Stadt gebracht hat. Mehr als 10.000 Menschen brachte zusätzlich die BR-Radltour nach Marktheidenfeld.

 

Höhepunkte waren ganz sicher die Ausstellung Ernst Barlach-Alexander Dettmar und die Skulpturenausstellung im öffentlichen Raum.

Die Plastik „Wortwechsel“ auf der Mauer bei der Stadtbibliothek wurde durch die Bürgerkulturstiftung angekauft und die beiden Skulpturen am Adenauerplatz können dank Sponsoring und einem noch zur Verfügung stehenden Etat aus der Haushaltsstelle „Stadtmarketing“ ebenfalls dauerhaft stehen bleiben.

 

Sieben Kunstausstellungen – darunter die Ausstellung zum Kunstpreis mit dem Thema „Gedankenstrich“ – und zwei Fotoausstellungen, gehörten zum Fest-Programm. Ungefähr 15.000 Besucher haben sich allein im Franck-Haus darüber gefreut.

 

Zur Kunst im öffentlichen Raum, die dauerhaft bleiben wird, gehört auch das neue Bronze-Tastmodell unserer Innenstadt in der Schmiedsecke, das Gebrauchskunst im allerbesten Sinn ist.

 

Ein weiteres Glanzlicht verdanken wir einer privaten Initiative: Marktheidenfeld hat seit 2018 das private Museum Obertor-Apotheke! Wir freuen uns sehr darüber und ich danke ganz besonders herzlich Herrn Dr. Eric Martin für diese große Besonderheit in unserer kleinen Stadt!

 

Weitere Stichworte unseres reichen Kulturprogramms 2018 sind:

Festakt zum Stadtjubiläum, Swing in den Mai, die Reihe „Wortkunst“ gemeinsam mit Stadtbibliothek und Vhs, das Kulturfest zum Franck-Haus-Jubiläum, die Konzerte im Stadtgärtchen, die „Musik zum Feierabend“, Faire Wochen, die „Nacht der offenen Kirchen“, die Eröffnung des Kulturwegs 4/Teil 1 und der Weihnachtsmarkt am letzten Wochenende.

 

 

Alle diese Ereignisse wären einzeln der Würdigung wert, aber das ist zeitlich einfach nicht möglich. Ein ganz herzliches Dankeschön sage ich den vielen Marktheidenfeldern und allen voran den Mitwirkenden, die heute Abend hier sind, ohne deren großes Engagement das alles nicht möglich gewesen wäre.

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Der 8. November 2018 war ein Tag, an dem wir in Marktheidenfeld auf besondere Weise deutlich gemacht haben, dass wir nicht vergessen, was vor 80 Jahren mit der Reichspogromnacht begann. Das Projekt „DenkOrt Aumühle“ wird in stiller, aber eindrucksvoller Weise an die furchtbaren Folgen erinnern: Den Abtransport aller jüdischen Mitbürger in Unterfranken von dem kleinen Würzburger Güterbahnhof in die Lager, in denen sie ermordet wurden.

 

Der Koffer, der als Plastik nun an unserem Mainkai steht, wo sich in der Nähe die Betsäle der früheren jüdischen Gemeinde Marktheidenfeld befanden, ist ein Gemeinschaftswerk von Schülern des Balthasar-Neumann-Gymnasiums. Ein zweiter, gleicher Koffer, wird Bestandteil des Mahnmals in Würzburg sein, zu dem viele weitere unterfränkische Städte und Gemeinden beitragen werden.

Auch heute möchte ich den beteiligten Schülern und Lehrern noch einmal einen großen Dank sagen – für das Mahnmal, das sie gestaltet haben und auch für die Mitgestaltung der würdigen Gedenkfeier.

 

Die Einladung einer kleinen Marktheidenfelder Delegation zu den Gedenkfeiern „100 Jahre Ende des Ersten Weltkriegs“ vom 9. bis 11. November in Montfort haben wir mit Dankbarkeit angenommen. Eine große Delegation des Städtepartnerschaftskomitees feierte zwei Woche später das 30. Jubiläum der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde in Montfort.

 

Alles das gehört untrennbar zusammen.

 

Schade finde ich, dass wir nicht alle als Menschen, die in Frieden und Freiheit in dieser Bundesrepublik Deutschland leben dürfen, ein wahrhaft bedeutsames Jubiläum gefeiert haben:

Vor 70 Jahren kamen auf Herrenchiemsee elf Delegierte der damaligen elf Länder der Westzone und einige sachverständige Mitarbeiter zusammen zur Erarbeitung einer Verfassung. Ihr gemeinsames Ziel war: Starke Grundrechte und nie wieder Diktatur! In nur 13 Tagen intensiver gemeinsamer Arbeit haben sie die Vorlage für unser Grundgesetz fertiggestellt.

Ein Werk, auf das wir heute noch stolz sein dürfen!

 

Am Ende dieses Jahres vieler Jubiläen in unserer Stadt Marktheidenfeld möchte ich auch daran erinnern. Wir haben viel Grund zur Dankbarkeit.

 

Den Dank unserer Stadt bei der jährlichen Jahresschlusssitzung auszusprechen, ist keine Pflichtübung, sondern ehrliche Anerkennung so vieler Leistungen, die unsere Gemeinschaft stark machen und das Leben in Marktheidenfeld bunt und gut.

 

Ich danke sehr herzlich

 

allen Gästen, die auf unterschiedliche Weise ihrer Stadt Marktheidenfeld dienen,

 

allen Kooperationspartnern, die uns helfen, eine erfolgreiche und faire Stadt mit tätiger Nächstenliebe, mit lebendigen Gärten, einem reichen kulturellen Leben und frohen Festen zu sein.

 

Ich danke allen, die ehrenamtlich in Feuerwehren, Hilfs- und Rettungsdiensten, in Projektgruppen und Beiräten, in den Kirchen, Vereinen und Organisationen arbeiten. Ich schließe in diesen Dank alle ein, die im Stillen wirken und öffentliche Danksagungen nicht wünschen.

 

Ich danke allen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die mit ihren Leistungen Werte schaffen und im Geist einer sozialen Marktwirtschaft handeln. Wir alle haben Teil daran durch gute Steuereinnahmen, die wir zukunftsweisend investieren.

 

Danke für die Begleitung unserer Arbeit im Stadtrat durch Pressearbeit, Kritik und Rat – und denen, die uns ab und zu durch ein Lob erfreut haben. Das brauchen nicht nur Kinder, sondern auch Stadträte, Bürgermeister und Mitarbeiter von Verwaltungen!

 

Ein herzliches Dankeschön sage ich den Mitarbeitern in unserem Dienstleistungszentrum Stadtverwaltung mit allen seinen Einrichtungen für Ihren großartigen Einsatz und viel verborgenes Kümmern.

 

Vielen Dank den Kollegen und Kolleginnen im Stadtrat für Engagement, Fairness und Unterstützung. In diesen Dank schließe ich unsere Lebenspartner ein, die sicher nicht alles, was wir tun nachvollziehen können, uns aber immer unterstützen.

 

Ich wünsche Ihnen allen und Ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2019.

 

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